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Spieß umgedrehtRadiohead verkauft nach Erpressung gehackte Tapes für den guten Zweck

Erst kam der Datenklau, dann auch noch ein Erpressungsversuch der Diebe. Darauf haben die Indie-Helden von Radiohead nun mit einem originellen Gegenschlag reagiert.

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Radiohead-Mastermind Thom Yorke © APA/AFP/SYLVAIN THOMAS
 

Die britische Rockband Radiohead hat sich mit einer ungewöhnlichen Aktion gegen Datenklau gewehrt. Die Band um Mastermind Thom Yorke veröffentlichte am Dienstag rund 18 Stunden Aufnahmen aus der Zeit ihres dritten Studioalbums "OK Computer", das im Jahr 1997 erschienen war. Fans können sich die Sammlung von Demos, Alternativversionen und Liveaufnahmen auf der Webseite Bandcamp für 18 Pfund (rund 20 Euro) herunterladen. Den Erlös will die Gruppe der Klimaschutzorganisation Extinction Rebellion zugutekommen lassen.

Hintergrund war nach Angaben von Gitarrist Jonny Greenwood, dass das Material zuvor gehackt worden war. Die Datendiebe hatten angeblich eine Lösegeldforderung von 150.000 Pfund gestellt, ansonsten wollten sie es veröffentlichen. Doch die Band kam ihnen jetzt zuvor: "Für 18 Pfund könnt ihr jetzt also herausfinden, ob wir das Lösegeld hätten zahlen sollen", schrieb Greenwood auf Twitter. Er warnte aber zugleich: "Es ist nur am Rande interessant. Und sehr, sehr lang." Vielleicht deshalb soll das unverhofft veröffentlichte Bonusmaterial nur 18 Tage lang zum Herunterladen verfügbar sein.

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