Wurde wegen Totschlags verurteiltProteste gegen Comeback von Sänger Bertrand Cantat

Fast 15 Jahre nach dem Totschlag an seiner Freundin Marie Trintignant versucht der französische Sänger Bertrand Cantat ein Comeback - doch dagegen regt sich scharfer Protest.

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Protest gegen Comeback von Bertrand Cantat © APA/AFP/FRED TANNEAU
 

Fast 15 Jahre nach dem Totschlag an seiner Freundin Marie Trintignant versucht der französische Sänger Bertrand Cantat ein Comeback - doch dagegen regt sich scharfer Protest. Bis zum Start seiner Tournee am Donnerstag unterzeichneten mehr als 63.000 Menschen eine Online-Petition gegen einen geplanten Auftritt des fast 54-Jährigen in der Normandie.

"Wer Bertrand Cantat ins Scheinwerferlicht stellt, banalisiert die Gewalt an Frauen und billigt sie stillschweigend", heißt es in der Petition. Der Urheber des Internet-Aufrufs verweist auch auf neue Berichte, wonach Cantat seine Ex-Frau durch Gewaltexzesse zum Suizid getrieben haben soll.

Cantat wurde als Sänger der in den 80er Jahren gegründeten Rockband Noir Desir bekannt. Im Juli 2003 erschlug der stark alkoholisierte Musiker bei einem Streit in einem Hotel in Litauen die Schauspielerin Trintignant, seine damalige Freundin. Wegen Totschlags wurde er zu acht Jahren Haft verurteilt, 2007 nach Verbüßen von gut der Hälfte der Strafe aber aufgrund guter Führung vorzeitig freigelassen.

Der vielleicht größte Hit von Noir Desir: "Le Vent Nous Portera"

Neue Vorwürfe über Cantats Gewalt gegen seine Ex-Frau Kristina Rady waren kurz vor Veröffentlichung seines ersten Soloalbums "Amor Fati" (Lateinisch für "Liebe zum Schicksal") im Dezember bekannt geworden. Im Rahmen seiner Tournee plant Cantat rund 40 Konzerte.

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