Suspendierter ModeratorRafreiders Auftritt veranschaulicht fatale Fehlerkultur

Ein missglückter, von Sprachproblemen geprägter "ZIB Flash" führte zur Suspendierung von Moderator Roman Rafreider. Der Umgang mit der Causa sagt wenig über Rafreider und viel über die gängige Fehlerkultur aus.

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Selbst chronische Das-Glas-ist-halb-voll-Menschen tun sich schwer, dem Auftritt von Roman Rafreider am Dienstagabend im "ZIB Flash" etwas Positives abzugewinnen. Immerhin, das Publikumsinteresse an der von Sprachstörungen geprägten Moderation war enorm und bescherte ORF 1 einen außergewöhnlichen Dienstagabend. Mehr als 400.000 Zuschauer und Zuschauerinnen weist der Teletest aus – ein Plus von 223.000 Sehern gegenüber der Ausgabe am Montag. Groß war auch die Neugierde, ob der 51-Jährige an diesem Abend einen weiteren verpatzten Auftritt hinlegen wird: Die verschobene "ZIB Nacht" – auch diese sollte planmäßig Rafreider moderieren - erzielte Topquoten (199.000 Seher, 17 Prozent Marktanteil). 

Kommentare (9)
dobrac2166
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Das mit den 2 Interpretationslinien

ist natürlich klar erkennbar. Der Fairnis halber sollte man auch die Gruppe dazwischen erwähnen. Schon um aufzuzeigen, dass es eben nicht nur Extreme gibt. Besonders jene, die nach dem Motto "Wenn er was verbrochen hat dann gleich in den Kerker und wenn nicht tut er mir unendlich leid".
Gepaart mit Vermutungen oder nicht bewiesenen Aussagen sehe ich sie als gefährliche Zündler, die sich oft nur profilieren möchten

Es gibt aber auch auch "gemäßigte" und solche die erst abwarten bis Fakten öffentlich sind. Und wenn schon treten, dann nach oben. Denn nach wie vor hat sich m.M.n. einzig die ORF-Führung blamiert. Von "sofort reagiert" wäre die Rede gewesen, wenn die Sendung auch 1 Minute vorher verschoben worden wäre. Läuft ja sonst auch zwischendurch sinnloser Sport von 18-100-irgendwann, und so viel Neuigkeiten gibt's im Zib-Flash um 22.00 Uhr auch nicht.
Herzliches Beileid, R.R. und ich hoffe Sie bekommen Ihren Platz zurück!

dobrac2166
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Nachtrag

Zuviel Pflichtbewuß´tsein statt einem "Nein" fällt einem schlußendlich auf den Kopf. Hab mich schon mehrmals gleich verhalten, ist leider sehr schwer abzulegen.

ich.daheim
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Der Vorgesetzte gehört in die Wüste geschickt

Wer auch immer für die Suspendierung verantwortlich ist gehört fristlos entlassen.

Warum auch immer ervor die Kamera durfte und niemand eingeschritten ist gehört von einer Disziplinarkommision geklärt.

Vielgut1000
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Fehler passieren leider immer wieder im Leben.

Sei es in der Politik oder in der Medienwelt oder wo anders. Man sollte noch einmal in aller Ruhe darüber reden.

unfassbar
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Wo ist denn das Riesenproblem ?

Hat er jemandem weh getan.... ???

cnork
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Ich frage mich

wie hier der Moderator überhaupt vor die Kamera kommen konnte,

Gibt es keinen Redakteur, ChefVomDienst oder ähnliches?
Wurde der Moderator mit voller Absicht ins offene Messer geschickt?

Wenn ich betrunken im Büro auftauche schickt mit der Chef nach Hause.
Ich bekomme am nächsten Tag eine Standpauke und muss einen Tag Urlaub nehmen.
Keinesfalls werde ich als Präsentator oder auch nur Teilnehmer in ein Meeting, eine ViKo etc geschickt, nicht mal in etwas Internes.

Aus meiner Sicht ein völliges Versagen der Führungskraft, nicht des Moderators.

Abschließend mein Mitgefühlt an Hrn Rafreider..

klaxmond
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Ich hätte niemals

einen Kollegen so ins Messer laufen lassen.

doriangray
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Viel zu hart...

Die Suspendierung ist viel zu hart! Rafreider hat sich von der ORF-Führung eine Weihnachtsamnestie verdient!

praesent
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Eine neue Chance ...

soll man ihm geben ... egal was war, es sollte nicht, aber KANN passieren ... Erholungspause, dann wieder Einsatz !