Charlotte Link – Die Suche Ein Name wird zum Erfolgsversprechen

Einen Psychothriller im Hochmoor bietet die Verfilmung von Charlotte Links „Die Suche“. Mit dabei sind Henny Reents und Lucas Gregorowicz.

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Charlotte Link - Die Suche, Teil 1
"Charlotte Link - Die Suche": Die ARD zeigt den ersten Teil am 28. Oktober, den zweiten am 30. Oktober. © (c) ARD Degeto/Neil Sherwood
 

Ihr Name ist Garant für Erfolg wie für Aufmerksamkeit. Nur konsequent ist daher, wenn er auch gleich zum Titel wird: „Charlotte Link – Die Suche“ heißt folglich der zweiteilige ARD-Thriller, der heute und am Samstag von einer rätselhaften Verbrechensserie in Ostengland erzählt.
Scotland-Yard-Ermittlerin Kate Linville kommt in die Region um Scarborough, um das Haus ihrer Eltern zu verkaufen. Ungeplant wird sie in der herbstlichen Küstenregion in eine Mordserie hineingezogen. Den Anfang macht eine Szene, in der die 14-jährige Hannah an einem menschenleeren Bahnhof auf ihren Vater wartet. Momente später ist sie verschwunden. Als zwei Jahre später im Moor eine Mädchenleiche entdeckt wird, kommt neue Fahrt in die Ermittlungen. Wenig taugliche Unterstützung bekommt Linville von Lucas Gregorowicz als alkoholsüchtigem Inspektor Caleb Hale.

Die gleichnamige Vorlage stammt von Charlotte Link, die seit Jahren mit Konsequenz die Bestsellerlisten bestückt. Die 58-Jährige kommt aus Frankfurt am Main, schreibt aber am liebsten über Geschehnisse auf der anderen Seite des Ärmelkanals. Zwischen Steilküsten und Cottages, grünen Wiesen und Hochmooren kreiert sie geschmeidige, runde Geschichten, die sich bereits 30 Millionen Mal verkauft haben sollen. Dass sie vom Feuilleton ignoriert wird, tat dem Erfolg der Deutschen keinen Schaden.

„Ein Großteil des Films wurde in Leeds und Umgebung gedreht“, erzählt Linville-Darstellerin Henny Reents. Dauerregen habe den Dreh begleitet – nicht unpassend zur düsteren Stimmung des Thrillers. Die 46-Jährige drehte zum ersten Mal in England, zeigte sich entzückt von der Landschaft und verwundert über die Arbeitsweise: „Gewöhnungsbedürftig fand ich, dass die Arbeit aufgrund von strengeren Gewerkschaftsauflagen tatsächlich auf die Minute nach acht Stunden beendet wurde. Das ist in Deutschland nicht der Fall, da wird gedreht, bis alles im Kasten ist.“

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