Helene FischerSo klingt das neue Album "Rausch"

Produzenten aus der HipHop-, Rap- und DJ-Szene haben am neuen Album von Helene Fischer (37) mitgearbeitet. So haben ihre Pop-Schlager teilweise einen Club-Sound, einiges wiederholt sich freilich bei gleich 24 Titeln.

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Eine Szene aus dem neuen 60-minütigen Musikfilm „Im Rausch der Sinne“ © UNIVERSAL
 

Vier Jahre ließ sich Helene Fischer für das neue Album Zeit, dafür wurde nun ein glitzerndes Marketing-Paket geschnürt. Am Samstag (16. Oktober) zeigen ZDF (21.45 Uhr) und ORF 2 (22 Uhr) eine filmische Reise („Helene Fischer – Im Rausch der Sinne“) durch die Doppel-CD. Wofür der britische Regisseur Russell Thomas (arbeitet u. a. schon mit Beyoncé) und der deutsche Show-Designer Florian Wieder (MTV Awards, u. a. ESC-Bühnen in Wien und Tel Aviv) engagiert wurden. „Persönliche Backstage-Stories“ sowie „State-of-the-Art-Inszenierungen“ der neuen Lieder verspricht das ZDF.

„Es ist eine musikalische Reise, die alles widerspiegelt, was gerade in mir vorgeht“, sagt die im siebenten Monat schwangere Sängerin, die für die Verfilmung der Lieder auch Latex und knappe Dessous trägt.

Dass die Fans eine Hochglanzproduktion bekommen, war zu erwarten. Dafür setzte man eine Heerschar an Produzenten ein, die zum Teil aus der HipHop-, Rap- und DJ-Szene kommen. Um für Fischer zu arbeiten, werden Genre-Grenzen gesprengt – und der Schlagerkönigin wird ein Soundteppich ausgelegt, der niemanden durch Experimente oder zu grelle Beats verschreckt, sondern als hollywoodeske Königsklasse des Popschlagers keine Konkurrenz hat.

Die neuen Texte

Auszüge aus "Wir werden eins" & "Alles von mir" & "Rausch":

„Es zählt nicht, was du hast. Nur dass du liebst und lachst. Gib mir deine Hand, wir werden eins.“
„Ich hab so lang gewartet auf Liebe, die bleibt. Auf ein Herz, das genauso schlägt wie meins.“
"Ich fühl mich wie im Rausch, ein Sturm auf meiner Haut. Du musst nichts sagen. Was du willst, will ich auch."


Manchmal erinnert der Sound an Adel Tawil; in der Tradition von Udo Jürgens stehen „Zuhaus“ mit einem Kinderchor und „Zeit“. Vor allem durch Zeilen wie: „Die verfliegst, vergehst und rennst . . . Du bleibst ein Geheimnis, man kann dich fühlen und dich zählen, doch nie verstehen“. Oder: "Ich hatte eine Traum . . . die Welt sieht friedlich aus, kein Gletscher taut. Schau hinauf, alles geht, wenn du dran glaubst, komm und staun."
Leicht gesellschaftskritisch wird es eben bei „Zuhaus“, vor allem aber „Wann wachen wir auf“. Tagtäglichen Helfern im Schatten wird bei „Engeln ohne Flügeln“ gehuldigt.

Beteiligt an den 24 Nummern (Deluxe-Edition) waren etwa DJ Tobias Topic, die Rapper Beatzarre und Biztram, das internationale Team „hitimpulse“, der Wiener Pyke Salmy, Keno Seferagic und B-Case. Fischer selbst hat sich bei den Songtexten jedenfalls noch nie so stark eingebracht, zwei Coverversionen sind auch dabei, darunter „This Is What It Feels Like“ von Armin van Buren. Heißt bei Fischer „Null auf 100“ und ist zugleich die neue Single. Und zweifellos als „Atemlos“-Nachfolger mit Dance-Elementen konzipiert. Auch "Liebe ist ein Tanz" hat Singlehit-Potenzial. Die eingängigste Melodie: der Refrain von "Zuhaus".

Wie bei Andrea Berg geht es nicht immer nur ums positive Verliebtsein: Die Nummer "Spiele" postuliert: Auch allein bin ich stark!

Auch so präsentiert sich Helene Fischer im "Rausch der Sinne" Foto © UNIVERSAL

Neu erfunden, wie die Plattenfirma verkündete, hat sich Helene Fischer nicht, im Baukasten-Prinzip werden die Gefühle abgehandelt, musikalisch hat sie sich ohnehin schon in ihren Weihnachtsshows in neue Gefilde ausgestreckt (etwa nach Nashville, hier nun mit „Hand in Hand“ - im Original "In Better Hands" von Natalie Grant und Bernie Herms- vertreten).

Weihnachten fällt heuer zum zweiten Mal in Folge wegen Corona aus (Sicherheitskonzept in der Düsseldorfer Messe), dafür produziert Stefan Raab mit Fischer eine Sendung, wo es besondere Live-Versionen der „Rausch“-Titel in kleinem Rahmen geben soll (12. November auf Sat.1). Schon am 6. November sitzt sie live auf der „Wetten, dass . .?“-Couch bei Gottschalk, am 20. November macht sie bei „Klein gegen Groß“ (ARD, ORF) mit. Diese Show wurde kürzlich aufgezeichnet.
„Rausch“ von Helene Fischer ab 15. Oktober erhältlich. In einer Standard- und einer Deluxe-Ausgabe. Universal Music.


Kommentare (5)
shaba88
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2
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Kommentar

Das darüber auch in der Zeit im Bild berichtet wird finde ich grenzwertig

bundavica
0
2
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Unnötig

Wie die Kretze...

Adeva
4
2
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Nun, Helene Fischers Ausstrahlung ist engelsgleichen und wunderschön! Aber ist das alles?

Ihre Stimme ist wohl eher mittelmäßig einzustufen. In ihren Liedern gibt es zum Teil sehr berührende Texte. Vielleicht sollten wir Helene Fischer an ihren Texten und nicht an ihrer Stimme messen.

Pollheim
4
12
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Wie wohl?

Ohne Rausch ist diese Playback-Musik wohl nicht zum Aushalten!

diss
5
7
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Eine echte Enttäuschung!

Nicht mehr so wie früher.