MedientagebuchVon Pausen und Löchern

Warum Pausen die Löcher im Käse des Lebens sind und warum nicht jeder in der Pandemie mehr fernsieht als zuvor.

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© Kanizaj
 

Einer meiner Lieblingskollegen erzählte mir, dass seine Enkelin nun in die erste Volksschulklasse gehe. Auf die Frage, was ihr denn dort am besten gefalle, habe sie geantwortet: „Die Pause!“

Kluges Mädchen! Und ich kann sie gut verstehen. „Pausen sind die Löcher im Käse des Lebens“, heißt es, und ohne solche Löcher wäre unser Leben vollgestopft und etwa ein Emmentaler nur eine halbe Sache – also bloß ein Emmen oder ein Taler.

Die Sache mit der Pause fiel mir ein, weil ich selbst seit Beginn der Pandemie – ganz anders als zuvor – mit dem Fernsehen fast völlig pausiere und mich auch nicht vom Fieber Netflix & Co anstecken ließ. Damit stehe ich wohl eher allein da.

Laut einem Bericht des Online-Magazins „Netzwoche“ ist die Mediennutzung während der Pandemie in allen Segmenten enorm gestiegen. Das gehe aus einer Studie der Stuttgarter Beratungsfirma Horváth & Partners hervor: „Vor allem die Nachfrage nach TV- und Video-Inhalten hat von den Lockdowns profitiert, aber auch redaktionelle Inhalte, soziale Netzwerke und Gaming-Angebote boomen wie nie zuvor“, heißt es.

Was die Studie nicht beantwortet: Laut Statistik schauten Österreicherinnen und Österreicher im Vorjahr so viel fern wie nie – im Schnitt dreieinhalb Stunden pro Tag. Wer also hat meinen Anteil, wer kommt auf sieben Stunden? Bitte melden!

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