Golden GlobesFilm- und TV-Preis steht unter Reformdruck

Der Verband der Auslandspresse in Hollywood, der den Globe Globe verleiht, befindet sich in Reformprozess und will heuer mindestens 20 neue Mitglieder aufnehmen. Die deutsche Journalistin Helen Hoehne ist die neue Präsidentin der Globes.

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Die Golden-Globe-Trophäe © AFP
 

Die deutsche Journalistin Helen Hoehne ist zur neuen Präsidentin des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in Hollywood gewählt worden. Die HFPA (Hollywood Foreign Press Association) vergibt die Golden Globes, die zweitwichtigsten Filmpreise nach den Oscars. "Es ist ein Privileg, diese Organisation zu leiten, während wir den Weg des grundlegenden Wandels und der Reform fortsetzen", wurde Hoehne in einer Mitteilung des Verbands zitiert. Die gebürtige Hamburgerin ist den Angaben zufolge seit 2004 Mitglied der HFPA, war von 2012 bis 2019 Mitglied des Vorstands und wurde im September 2020 zur Vizepräsidentin gewählt. Sie habe für verschiedene Publikationen in Deutschland geschrieben, unter anderem als US-Korrespondentin für die Zeitschrift "TV Movie". Außerdem arbeite sie regelmäßig für die Fernsehsender RTL und ProSieben.

Der kleine Verband stand zunehmend unter Reformdruck. Zu viel Intransparenz, zu wenig Diversität - so lauteten die Vorwürfe. Im August hatte die Vereinigung angekündigt, einen neuen Vorstand zu wählen. In diesem Jahr sollten mindestens 20 neue Mitglieder, vorrangig Afroamerikaner, aufgenommen werden. Auch soll es für die ausländischen Journalisten neue Richtlinien geben, etwa in Bezug auf Einladungen zu Film-Events.

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