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65. Eurovision Song ContestErstes Halbfinale: Europa blickt heute zum ESC nach Rotterdam

Das österreichische Publikum kann heute beim ersten Halbfinale des 65. Eurovision Song Contests (ESC) nicht mitstimmen, erst beim zweiten Semifinale am Donnerstag – wenn Vincent Bueno mit „Amen“ antritt.

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Steigt sicher auf: Elena für Zypern ("El Diablo") © AP
 

Damit die Delegationen wegen der Corona-Pandemie möglichst klein gehalten werden (der ORF ist etwa nur mit einem siebenköpfigen Team in Rotterdam), müssen beim 65. Eurovision Song Contest die Backgroundchöre erstmals nicht live gesungen werden, sondern dürfen zusammen mit der Musik vom Band, also „aus der Konserve“ kommen. Auch eine Mischung aus Live-Backgroundgesang und aufgezeichnetem Gesang ist heuer möglich, der jeweilige Hauptact muss seinen Beitrag freilich zu 100 Prozent live singen. Die EBU gibt übrigens keine Regel vor, wie viele verschiedene Backgroundstimmen in einem Song zu hören sein dürfen.
Auf Tänzer wollten viele Länder aber nicht verzichten, wie heute Abend etwa bei Schweden, Norwegen, Zypern, Kroatien und Malta zu sehen sein wird.

Vor der Bühne, die einmal mehr der Deutsche Florian Wieder entworfen hat (er war u. a. auch der Stage-Designer 2015 in Wien), fehlen bei dieser besonderen Ausgabe natürlich Fahnen schwenkende Fans – Stehplätze verboten! Im Parkett wurden die Sitzlogen für die Künstler aufgebaut, dort befindet sich heuer also der sogenannte „Green Room“, wo auf die Punktevergabe gewartet wird. Die 3500 Live-Zuschauer applaudieren von den Rängen. Hier ein Vorgeschmack auf heute Abend, ein Probenausschnitt der Zypriotin Elena:


Da Österreichs Vincent Bueno ein Startplatz im zweiten Halbfinale am Donnerstag zugelost wurde, kann das ORF-Publikum heute zwar zuschauen, aber noch nicht per Telefon bzw. SMS mitwählen. Beim Finale am Samstag ist jedes der 39 Teilnehmerländer stimmberechtigt – egal, ob es den Aufstieg dorthin geschafft hat oder nicht.
Trickkostüm aus Russland: Sängerin Manizha entsteigt ihm während ihres Lieds Foto © AFP

Wie immer setzt sich das ESC-Ergebnis aus 50 Prozent Televoting und 50 Prozent Expertenjury-Wertung zusammen. Wer für Österreich oder für ein anderes Land in dieser fünfköpfigen Jury sitzt, ist bis Samstag geheim, da die EBU eine mögliche Beeinflussung dieser Juroren (oftmals ehemalige ESC-Vertreter und andere Künstler, Produzenten, Musikjournalisten) verhindern will.

Zu gleich vier Siegern wie 1969 kann es nicht kommen, denn: Sollte es einen Punktegleichstand geben, gewinnt jenes Land, das vom Publikum höher bewertet wurde. Heuer bilden die Männer als Solisten im Teilnehmerfeld die Minderheit: 14 Sänger stehen 17 Solistinnen gegenüber. Dazu kommen acht Duos oder Bands.
Eurovision Song Contest, 1. Halbfinale live: ORF 1, 21 Uhr.

Die Startreihenfolge:
1. Litauen - The Roop "Discoteque"
2. Slowenien - Ana Soklič "Amen"
3. Russland - Manizha "Russian Woman"
4. Schweden - Tusse "Voices"
5. Australien - Montaigne "Technicolour" (Live-on-tape-Performance)
6. Nordmazedonien - Vasil "Here I Stand"
7. Irland - Lesley Roy "Maps"
8. Zypern - Elena Tsagrinou "El Diablo"
9. Norwegen - Tix "Fallen Angel"
10. Kroatien - Albina "Tick-Tock"
11. Belgien - Hooverphonic "The Wrong Place"
12. Israel - Eden Alene "Set Me Free"
13. Rumänien - Roxen "Amnesia"
14. Aserbaidschan - Efendi "Mata Hari"
15. Ukraine - Go_A "Shum"
16. Malta - Destiny "Je me casse"

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