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Trotz 1500 Beschwerden beim PresseratSpar und Rewe werben wieder auf "oe24"

Trotz eines angekündigten Werbe-Boykotts schalten Spar und Rewe nun wieder Inserate bei "oe24".

ANSCHLAG IN WIEN: GEDENKEN AN DIE OPFER
Aufhebung des Boykotts der Inserate-Schaltung nach der Berichterstattung zum Terroranschlag © APA/THOMAS RIEDER
 

"Es ist ein absoluter Negativrekord", erklärt Presserat-Geschäftsführer Alexander Warzilek. 1500 Beschwerden gingen nach der Berichterstattung von oe24 und Kronen Zeitungen zum Wiener Terroranschlag beim Presserat ein. Denn zu keinem anderen Thema habe es in der Geschichte des Österreichischen Presserats eine derart hohe Anzahl an Beschwerden gegeben. Eine Entscheidung des zuständigen Senats 2 wird Mitte Dezember erwartet.

Der Großteil der Beschwerden bezieht sich demnach auf die Veröffentlichung von Video- und Bildmaterial, auf dem zu sehen ist, wie ein Opfer erschossen bzw. ein Polizist niedergeschossen wird. Sie betreffen die Medienhäuser von "oe24" und "Kronen Zeitung". Aber auch die Veröffentlichung von Bildern, auf denen Blutlachen am Tatort zu sehen sind, die Verbreitung von Gerüchten und falschen Informationen, die Gefährdung des laufenden Polizeieinsatzes durch rasches Hochladen von Video- und Bildmaterial, die Veröffentlichung von Bildern, auf denen flüchtende Passanten zu sehen sind sowie identifizierende Berichte und Bildveröffentlichungen vom Attentäter sowie von Polizisten wurde von Lesern beanstandet.

Alle Meldungen werden dem Senat 2 des Presserats vorgelegt. Dieser entscheidet in einer Sondersitzung am 19. November, ob bzw. in welchen Fällen ein Verfahren eingeleitet wird, hieß es in der Aussendung. "Wir rechnen dann Mitte Dezember mit einer Entscheidung", kündigte Andreas Koller, Sprecher des Senats 2, an. "Die große Anzahl der Beschwerden zu der schrecklichen Terrorattacke zeigt jedenfalls auch, wie groß das Bedürfnis nach medienethischen Standards in der Berichterstattung ist", so Koller.

Diese Berichterstattung hatte Folgen: Werbekunden wie etwa Spar und die Unternehmen der Rewe-Gruppe hatten infolgedessen auf ihren Social-Media-Kanälen einen Werbe-Boykott für die betroffenen Medien angekündigt und ernteten dafür Applaus.

Allerdings dürfte es bei den öffentlichkeitswirksamen Ankündigungen bleiben: So waren am Freitag bereits wieder Inserate von Adeg und Billa (Rewe) sowie Spar in der von Fellner herausgegebenen Gratiszeitung „Österreich“ bzw. auf „oe24“ zu sehen.

Nachdem Bilder davon auf Twitter die Runde machten, erklärte sich Spar u.a. folgendermaßen: Man habe nach Diskussionen mit den Verantwortlicheen „Unmut“ geäußert, der jedoch „auf Verständnis gestoßen“ sei. Deshalb habe man sich dazu entschieden, ab Freitag wieder zu inserieren.

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Danke für Ihr Verständnis.

Gastleser
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oe24.TV

Man soll nicht päpstlicher sein als der Papst. Jene die meinen das wäre nicht in Ordnung derartige Bilder zu sehen, sollte einfach anderen Sender umschalten.
Wir haben sehr wohl das Recht derartige Infos zu bekommen, es wurden keine Gesichter, Namen usw gezeigt.
Man schaut sich auch Triller, Kriegsfilme an, wo man die Einschüsse in Zeitlupe sieht. Damit sich die Aktion steigert, das kommt der Realität extrem nah.
Wir haben Gott sei Dank freies TV.

Elli123
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Oe24

verstehe die Aufregung nicht. Der ORF zeigt auch Bilder von Todkranken und Sterbenden auf Intensivstationen. Wird hier nicht mit zweierlei Maß gemessen?

glashaus
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Wir alle könnens ändern.

einfach diese Konzerne meiden. Ich muss nicht bei Spar, Rewe und alle anderen die bei oe24 Werbung schalten, kaufen.

Gastleser
0
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@Glashau

Das bleibt ein Wunschgedanke, Rewe u. Spar sind die größten Konzerne und überall vertreten.
Selbst der Geißler führt derartige Produkte.

xandilus
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Alternativen werden weniger

Ich würde seit längerem wieder nur noch beim Greißler einkaufen (können), doch den gibt es leider nicht mehr. Das haben wir alle mitverursacht, weil es halt so bequem ist bis 20h alles im selben Geschäft kaufen zu können. Ich könnte mich heute noch ohrfeigen dafür.

Immerkritisch
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Geld

stinkt nicht!!!!

xandilus
1
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Berechnende Ketten

Ich habe heute noch beim Frühstück auf eine Frage diesbezüglich geantwortet, daß "sie" sich das wohl doch nicht erlauben würden.
Leider ein Irrtum meinerseits.... :-(

jg4186
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Auf Verständnis gestoßen

Bei uns stößt dies nicht auf Verständnis, dass Spar und Billa wieder Werbung machen in und bei Oe24. Geschmacklosigkeit, Überschreitung der Grenze von Anstand und Respekt darf nicht akzeptiert werden. Genau weil der Stil dieser Medien Terroristen unterstützt. Und das darf und kann nicht sein!

carpe diem
3
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Schade, hat nicht lange gehalten, die Empörung.

.

Hieronymus01
2
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Geld stinkt nicht.

Leider.

HPHP
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Na werden..

.. schon einen ordentlichen Preisnachlass bekommen haben.

Gastleser
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Preisnachlass

Es gibt Verträge die eingehalten werden müssen, derartiges wurde sicherlich nicht im Vertrag aufgenommen.
Aber es könnte bei Verlängerung anders ausschauen

Gastleser
0
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Preisnachlass

Es gibt Verträge die eingehalten werden müssen, derartiges wurde sicherlich nicht im Vertrag aufgenommen.
Aber es könnte bei Verlängerung anders ausschauen