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UngarnAus für Oppositionssender Klubradio

Die ungarische Medienbehörde entzieht dem regierungskritischen Sender die Frequenzlizenz und schreibt diese neu aus.

Die Behörden in Ungarn gehen weiter gegen regierungskritische Medien vor © Javanesia45 - stock.adobe.com
 

In Ungarn gehen die Behörden weiter gegen regierungskritische Medien vor. Die ungarischen Medienbehörde in Budapest teilte am Freitag mit, dass die Lizenz für die Frequenz von Klubradio auf 92,9 Mhz nicht verlängert wird, sie wird neu ausgeschrieben.

Als Grund dafür wurden wiederholte Rechtsverletzungen und die Verletzung der Verordnungen des Mediengesetzes in den vergangenen sieben Jahren angeführt. Dies bedeutet zunächst das Aus für Klubradio mit dem 14. Februar 2021. Der Talk- und Nachrichtenkanal Klubradio bezeichnet sich selbst als Ungarns "einziger Oppositionssender".

Die Behörde hat laut Medienberichten bereits mit der Vorbereitung der Auschreibung begonnen. Klubradio hat keine Rechtsmittel, um gegen den Beschluss vorzugehen. Wie ein Mitarbeiter des Klubradios der APA gegenüber betonte, habe es in den vergangenen sieben Jahren zwei Verstöße gegeben. Bei einem wurde moniert, dass das Radio weniger ungarische als ausländische Musik spielte. Die Medienbehörde will unter der Frequenz lieber ein Radio mit öffentlich-rechtlichem Charakter sehen.

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