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''Missverständliche Formulierungen''Greta wie Stalin: Zeitung entschuldigt sich bei Dieter Nuhr

Die "Kieler Nachrichten" hatten in einer Rezension geschrieben, Dieter Nuhr hätte "in gwisser Weise" Greta Thunberg mit Hitler und Stalin verglichen. Nuhr schäumt, die Zeitung entschuldigt sich.

nuhr gefragt
Dieter Nuhr sorgt für Wirbel und die "Kieler Nachrichten" entschuldigen sich für eine Rezension. © (c) WDR/Jutta Hasshoff-Nuhr
 

Kabarettist Dieter Nuhr weiß zu polarisieren und hat mit der 16-jährigen Klimaaktivistin aus Schweden ein Lieblingsopfer für seine Frotzeleien. "Ich bin gespannt, was Greta macht, wenn es kalt wird. Heizen kann es ja wohl nicht sein", ist einer der Sätze Nuhrs, über die nur wenige Klimaschützer lachen können.

Nuhr wurde daher vorgeworfen, Hetze gegen Klimaschützer zu betreiben. Der Kabarettist drehte den Spieß um und betonte erst jüngst bei Katrin Bauerfeins Sendung, sich nicht den Mund verbieten zu lassen und goss damit noch mehr Benzin ins Feuer.

Die "Kieler Nachrichten" ("KN") veröffentlichten jüngst in einer Rezension zu einem Auftritt Nuhrs, das dieser Greta Thunberg "in gewisser Weise" mit Hitler oder Stalin verglichen hätte. Der Aufschrei war groß, auf Twitter fragten User, wie lange Nuhrs Show ("nuhr im Ersten") für die ARD noch tragbar sei. Der 59-Jährige selbst bestritt diesen haarsträubenden Vergleich und warf der Zeitung vor, "gezielte Falschinformationen" zu verbreiten.  Die "KN" hat die Rezension mittlerweile gelöscht.

Auf Facebook machte Nuhr seinem Ärger Luft:

In einer Stellungnahme äußerte sich "KN"-Chefredakteur Christian Longardt zu dem Vorfall: "Wir bedauern dies sehr und entschuldigen uns an dieser Stelle bei Dieter Nuhr." Die Besprechung eines Auftritts in der Kieler Sparkassen Arena habe "missverständliche Formulierungen" enthalten, die "unglücklich wiedergegeben" worden seien. Konkreter wird die Entschuldigung nicht.

Indes stärkt ARD dem Kabarettisten den Rücken: Dieser sei "in der ARD wie im rbb hoch geschätzter Künstler", heißt es in einer Stellungnahme gegenüber Watson. Und weiter: "Satire ist aus unserer Sicht nicht zuletzt dann relevant, wenn sie aneckt, Widerspruch auslöst und polarisiert. Dieter Nuhr buhlt nicht um Zustimmung und hält deshalb, ebenso wie sein Sender, Widerspruch aus."

 

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