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Tatort30 Jahre mit Lena Odenthal

"Tatort"-Jubiläumsfolge mit Wiedersehen: Ulrike Folkerts und Ben Becker standen schon 1991 für die Krimiserie vor der Kamera, jetzt wieder für "Die Pfalz von oben" (17. November, 20.15 Uhr, ORF und ARD).

Ulrike Folkerts und Ben Becker 1991 und 2019 © ORF (Montage)
 

Als Ulrike Folkerts zum ersten Mal Lena Odenthal gab, stand die Berliner Mauer noch. Am 29. Oktober 1989 feierte sie, 28 Jahre jung und wenig bekannt, in „Die Neue“ ihre Premiere als „Tatort“-Kommissarin. 30 Jahre später ist die Kasselerin die Veteranin im „Tatort“-Universum und begeht als längstdienende Ermittlerin ihren 70. Fall.

Für das Jubiläum hat sich die TV-Redaktion des Südwestrundfunks an die Episode „Tod im Häcksler“ erinnert, die 1991 für Aufregung sorgte: Bewohner der Pfalz fühlten sich damals von der Darstellung der Region vorgeführt und als hinterwäldlerischer Mob verunglimpft. Mit dabei im dritten Auftritt der Ludwigshafen-Ermittlerin war Ben Becker, 26 Jahre jung, der einen Polizisten auf Abwegen spielte. Die heutige Episode „Die Pfalz von oben“ schließt an die damalige Folge an, und es wartet – sehr zur Freude von Folkerts – ein Wiedersehen mit Ben Becker als Polizist Stefan Tries: „Wieder mit Ben zu spielen, war für mich ein Geschenk, das funktioniert einfach, da stimmt die Chemie, da funkelt und blitzt es.“

Ähnlich lang im „Tatort“-Geschäft wie die 58-jährige Folkerts sind nur Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl: Als Duo Batic und Leitmayr stellen sie seit 1991 das Münchner Team. Vergleichsweise neu im Geschäft ist Harald Krassnitzer, der seit 1999 im „Tatort“ ermittelt. Von Adele Neuhauser wird er seit 2011 unterstützt. Der nächste neue „Tatort“ aus Österreich – „Baum fällt“, gedreht in Heiligenblut – wird übrigens kommenden Sonntag (24. November) ausgestrahlt.

 

Geständnis von Becker in der "Bild"

Schauspieler Ben Becker berichtet von einer besonderen Verbindung zu "Tatort"-Star Ulrike Folkerts. "Ich war vor 30 Jahren so verliebt in diese Frau. Aber leider beiße ich da auf Granit. Und vielleicht ist das ja auch gut so", sagte Becker der "Bild am Sonntag". Folkerts lebt ja seit 1999 offen lesbisch.

Für den Jubiläumsfilm "Die Pfalz von oben", der an den 28 Jahre alten Krimi "Tod im Häcksler" anschließt, trifft Folkerts als Ermittlerin Lena Odenthal einen Polizisten wieder, mit dem sie einst ein Verhältnis hatte - gespielt von Ben Becker.

"Es war ein sehr, sehr schönes Gefühl, die gleiche Rolle wieder zu übernehmen. Das passiert einem Schauspieler ja sonst nie", sagte Becker der Zeitung. "Es war unheimlich spannend zu sehen, wie schnell die Figur direkt wieder da war. Dazu kommt, dass es unheimlich schön ist, zusammen mit Ulrike Folkerts zu spielen. Es war wie damals. Ganz toll."

Inhalt

"Die Pfalz von oben"

In der Westpfalz wird ein junger, engagierter Polizist bei der Routinekontrolle eines Lkw-Fahrers erschossen. Er war einer der Mitarbeiter von Stefan Tries, dem Leiter des Polizeireviers in Zarten. Für Lena Odenthal, die mit dem Fall betraut wird, ist Tries kein Unbekannter: Fast 30 Jahre zuvor stand er ihr bei, als sie in Zarten einen Mordfall aufzuklären hatte.

Mit ihrer Kollegin Johanna Stern kehrt Lena Odenthal an den Ort zurück, an dem sie einst auf den aufstrebenden Polizisten Stefan Tries traf. Der ist inzwischen ein gealterter Provinz-König, der seine eigene Sicht darauf hat, was in seinem Reich rechtens ist. Dass sein Verständnis nicht mit dem von Lena Odenthal übereinstimmt, wird schnell klar. Was aus Stefan Tries geworden ist, wird für Lena auch zu einer persönlichen Frage. Alte Gefühle spielen eine Rolle, das gelebte Leben und die vergebenen Träume. Es geht um Abhängigkeit und Korruption. Und um ein Opfer, einen jungen Polizisten wie einst Stefan Tries, der aufbrach, um seine Heimat zu einer besseren zu machen.

Kommentare (1)

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gonde
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Lesenswert?

Na ja, "Die Pfalz von oben" ist ähnlich konfus und wirr, wie „Tod im Häcksler“.

Hätte ich ihn nicht gesehen, würde mir gar nichts abgehen.

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