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Heute auf ArteGemälde von Van Gogh zum Leben erweckt

TV-Premiere der Augenpracht in Öl: Für den Kunstkrimi „Loving Vincent“ wurden rund 130 Van-Gogh-Werke als Animationsfilm „verarbeitet“. Zu sehen am heutigen 30. Oktober um 20.15 Uhr auf Arte.

Von Vincent van Gogh gibt es eine Vielzahl von Selbstporträts © ©2017 Loving Vincent Sp.z.o.o./L
 

Mit „Loving Vincent“ wollte Dorota Kobiela, Regisseurin und Drehbuchautorin, in einem kühnen Projekt ihre Leidenschaft für Malerei und Film verbinden. Eigentlich wollte die Polin alles selbst malen, doch letztendlich war es notwendig, über sechs Jahre 124 Maler anzuweisen – der Lohn waren 2018 eine Oscar- und eine Golden-Globe-Nominierung als bester Animationsfilm. Bekommen hat sie den Europäischen Filmpreis.

Zwölf Ölbilder pro Sekunde Film benötigte Kobiela; zunächst wurden Szenen mit echten Schauspielern gefilmt, die hernach eben in bewegte Ölgemälde umgewandelt wurden. Rund 130 Werke des Niederländers konnten so zum Leben erweckt werden, und der Zuschauer vermag durch das gelbe Haus in Arles und das berühmte Nachtcafé zu wandern oder bekannte Van-Gogh-Figuren zu treffen. Bei der poetischen Reise, die gänzlich aus der Zeit gefallen zu sein scheint, verliert man sich als Zuschauer oftmals ganz im Bild – und vergisst dabei fast die Handlung.

Sie will einen Kunstkrimi um die Frage erzählen, ob sich Van Gogh wirklich umgebracht hat oder ob er getötet wurde. Im Sommer 1891 fragt sich ein Freund des Künstlers, warum Vincent sich in einem Weizenfeld ausgerechnet nach all seinen Kämpfen, als der Erfolg zum Greifen nah war, das Leben nahm. Ein Jahr nach seinem Tod ist nämlich plötzlich ein Brief des Künstlers an seinen Bruder Theo aufgetaucht. Als Detektiv streift Freund Armand rund um Auvers-sur-Oise in Frankreich durch eine flimmernde, intensiv leuchtende Bilderwelt.

Fazit: 90 Minuten schiere Schaulust und Farbenpracht.

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