Sie waren jahrelang im Fernsehen, in den letzten drei Jahren wurde es ruhiger. Was haben Sie in der Zwischenzeit gemacht?
Volker Piesczek: Das stimmt nicht so ganz, weil ich ja die Fußball-WM kommentierte, ich war mit den „Rats“ („The Rats are Back“, Anm.) im Fernsehen und „Dancing Stars“-Kandidat. Ich habe in der Zwischenzeit eine Coaching-Ausbildung absolviert: NLP war da ein großes Thema, aber es ging auch um Reduzierung des Dramas im Leben.
Nehmen Sie aus der Coaching-Ausbildung etwas für ihre neue Sendung „Volker on Fire“ mit?
Volker Piesczek: Absolut. Ich bin jetzt seit 1997 beim Fernsehen, war fast durchgehend am Schirm. Viele Dinge eignet man sich aufgrund der Erfahrung an, durch die Coaching-Ausbildung weiß man, warum manche Gespräche erfolgreich sind oder nicht. Es geht darum, in Resonanz mit dem Gegenüber zu gehen, um das Erspüren. Das hat mir geholfen, die wirklich relevanten Fragen zu stellen.
Bislang wurden sechs Folgen gedreht, wie sind die Erfahrungen?
Volker Piesczek: Ich recherchiere extrem viel über die Gäste. Ein nettes Kompliment ist dann immer, wenn ein Gast sagt: „Woher weißt du das?“. Auf der anderen Seite lasse ich die Dinge auch passieren und werfe mein Konzept über Bord, wenn das Gespräch in eine andere gute Richtung geht. Man sagt ja auch immer, wenn der Mensch plant, lacht Gott.
Sie fahren mit einer mobilen Küche durchs Land?
Volker Piesczek: Das Feuer war das erste soziale Netzwerk, das man angezündet hat, weil rund um das Feuer hat man sich schon immer die spannendsten Geschichte erzählt und die lustigsten Partys finden in der Küche statt.
Wie kam es zur Idee?
Volker Piesczek: Ich habe jedes Jahr zu Weihnachten ein Muschelessen, wo ich Freunde einlade und wo wir um den Küchentisch stehen, miteinander kochen und über das Leben reden. Dann bin ich auf der Ferienmesse gewesen, habe diese kleine Hütte gesehen und gedacht: Wenn man das nimmt und durch Österreich fährt, kann man noch dazu schöne Plätze und die Nachhaltigkeit des Essens herzeigen. Logistisch ist das ein riesen Aufwand, der sich für diese besondere Stimmung aber lohnt.
Die Gerichte kochen tatsächlich Sie?
Volker Piesczek: Die Vor- und Nachspeisen kommen vom Partnerhotel, und ich koche oder grille die Hauptspeise. Aber natürlich habe ich auch Hilfe. Ich teile meine Gäste auch ein, etwa zum Einschenken. Es ist weit entfernt von perfekt, das soll es auch nicht sein. Das Leben ist nicht perfekt.