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WienConcordia-Preise: "Wir stehen geschlossen hinter Armin Wolf"

Montagabend wurde in Wien das Recherchenetzwerk zu Rechtspopulisten ausgezeichnet - Thema war aber etwas ganz anderes. Die Attacken auf ZiB-Anchor Armin Wolf und die Sorge um die Pressefreiheit.

Armin Wolf
Er war bei einer Preisverleihung Thema, ohne geehrt worden zu sein: Armin Wolf © APA/HANS PUNZ
 

Sorge um die Pressefreiheit in Österreich und international hat am Montag die Verleihung der Concordia-Preise geprägt. Zeit im Bild 2-Moderator Armin Wolf war zwar nicht am Wort, sein Name fiel aber in fast jeder Wortmeldung. Die jüngsten Angriffe der FPÖ auf Wolf galten den Rednern als Warnsignale, sie seien "auch Angriffe auf die europäische Pressefreiheit", wie ARD-Journalist Arnd Henze sagte.

Henze hielt die Laudatio für das internationale Recherchenetzwerk "Europe's Far Right", das in der Kategorie Presse- und Informationsfreiheit ausgezeichnet wurde. Es widmete sich länderübergreifend dem Aufstieg und vor allem den Medien-Strategien der europäischen Rechtspopulisten. "Exzellent recherchierte und engagiert geschriebene Texte", die lange nachwirkten, hätten die Journalisten aus sechs europäischen Ländern - aus Österreich war der "Falter" dabei - abgeliefert, lobte Henze, der selbst im Vorjahr mit dem Concordiapreis ausgezeichnet worden war.

Er verwies auf das jüngst publizierte Pressefreiheits-Ranking, in dem etwa Ungarn "abgestürzt" sei. "So schnell gehen sicher geglaubte Freiheiten verloren", warnte Henze. "Und niemand sollte sich einreden, es gäbe nur ein einziges Land, das dagegen immun sei." Journalisten seien keine "Kämpfer", auch wenn Populisten in den "Krieg" gegen freie Medien zögen, sagte Martin Gergely für das Netzwerk. So helfe "Armin Wolf auch uns Journalisten, den Fokus nicht zu verlieren. Heute stehen wir geschlossen hinter Armin Wolf."

So helfe "Armin Wolf auch uns Journalisten, den Fokus nicht zu verlieren. Heute stehen wir geschlossen hinter Armin Wolf."

Martin Gergely

Die ehemalige EU-Kommissarin Vividane Reding hielt die Laudatio für Christoph Zotter. Der "profil"-Journalist nahm den Preis in der Kategorie Menschenrechte für eine Serie zum Thema Menschenrechtsverletzungen an der EU-Außengrenze entgegen.

Reding zählt Journalisten wie ihn zu den "Lichtblicken" in einer Zeit, in der "wir Schritte zurückgehen": "Freie, selbstständige Journalisten, die für freie, selbstständige Medien arbeiten, riskieren leider, immer mehr zur Mangelware zu werden. Heute machen populistische Despoten Schlagzeilen. Für die Trumps und die Orbans dieser Welt gehört Medienhetze zum Alltag. Es wird nicht mehr argumentiert, es wird mundtot gemacht. Und schlimmer noch, es wird totgemacht." Zotter sah im Zentrum seiner Texte die "Frage nach dem Rechtsstaat" und wie sich Staaten an der Außengrenze im Umgang mit Migranten mit rechtsstaatlichen Prinzipien halten.

"Verteidigung der Pressefreiheit"

Scharfe Worte zur Haltung österreichischer Regierungspolitiker gegenüber den Medien übte auch Heide Schmidt in ihrer Funktion als Jury-Vorsitzende der Concordia-Preise. "Ich hätte nie gedacht, dass noch zu meiner Lebenszeit in meinem Land die Verteidigung der Pressefreiheit und der Menschenrechte von so hoher Wichtigkeit werden könnte", sagte sie zum Auftakt der Veranstaltung. Concordia-Präsident Andreas Koller ("Salzburger Nachrichten") sah in den Attacken auf ORF-Journalisten ebenso ein Indiz für eine bedenkliche Entwicklung wie in einem "Vizekanzler, der sich der Sprache der Identitären bedient".

Für ihr Lebenswerk geehrt wurde am Montag die Kolumnistin und Autorin Elfriede Hammerl, die am 29. April noch dazu Geburtstag feiert. Seit den 60er-Jahren schreibe Hammerl in ihren feministischen Kolumnen ("profil") mit einem "unkonventionellen Zugang zu aktuellen politischen Themen", sagte Laudatorin Astrid Zimmermann. Hammerl räumte ein, dass ihre Kernthemen auch Jahrzehnte danach noch aktuell seien. Aber "zum Glück muss ich nicht versuchen, die Welt im Alleingang zu retten", freute sie sich über "brilliante junge Kolleginnen". Dass es sie gebe, sei "beruhigend in beunruhigenden Zeiten".

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Danke für Ihr Verständnis.

bgb
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Beispiel ORF Armin Wolf

Es ist eben nicht so einfach mit halbstaatlichen Institutionen und der Kultur!
Es ist richtig und gut, dass es den freien Journalismus, Freiheit in der Kultur und Freiheit, wie zum Beispiel des Denkmalamtes, in unserer Gesellschaft gibt, aber was tun wenn es "Auswüchse" gibt?
Es gibt immerwieder Beispiele, wo nah und gefühlt an Grenzen gerüttelt wird, ja auch vielermeinung Grenzen überschritten werden! Besondere Gefahr besteht bei Lifediskussionen, wo sich die Situation in der Hitze des Gefechtes hochschaukelt und aus den Fugen gerät, hier ist der Diskussionsleiter im besonderen Maße gefordert!
Dass eine Kritik derartiger Vorkommnisse gleich als Angriff auf Grund und Freiheitsrechte gewertet wird , ist wohl fehl am Platz! Es muss auch aufgezeigt werden dürfen, dass es für diese Gruppen nicht als Freibrief und Narrenfreiheit gewertet wird!

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redniwo
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leider

Kämpft Herr Wolf auf verlorenem Posten.
Er kann keine Steuersenkung verwenden, um die Bevölkerung anzufüttern.
Die Stimmung und der Vorgang ist wie vor 80 Jahren.
Die Rechnung wird später serviert.

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Mr.T
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Sicher....


wieder alles Links-Linke Partei Journalisten...

Die ALLES falsch verstanden haben, oder ALLES aus den Zusammenhang gerissen haben... und nur die Beste Regierung die wir je gehabt haben schlecht machen wollen!p

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OCIR
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Dieser Mann

Ist einfach nur schrecklich und unerträglich und spaltet ganz Österreich. Wenn ich den sehe wird mir schlecht auch so ein Grund warum ich nie mehr ORF einschalte.

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GamperlAlfred
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Was ist an der

Regierung so super?
Das sollten Sie auch erklären.
Man kann sich über diese Abbau und Umbautruppe nur schämen.

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wischi_waschi
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GamperlAlfred

Jetzt reicht es mir schon langsam. Die Roten und ja auch die Schwarzen haben die letzten Jahre verschlafen.Sie fragen nun was diese Regierung super gemacht hat.
Ich werde es Ihnen in ein paar Sätze probieren zu erklären.
Ich, bin Mutter von 2 Kindern und habe seit meinen 18 .Lebensjahr immer gearbeitet. Ich lebe in einer Hauptstadt von Österreich. Ja, ich fühle mich seit es den Herrn Kickl gibt sehr viel sicherer. Punkt 1 , und Punkt 2 , seit Anfang des Jahres habe ich auch noch mehr Lohn in meiner Gehaltstüte, da diese Regierung den Familienbonus pro Kind erhöht hat .
Wieso , hat das die vorhergehnde Regierung nicht geschafft, nur immer jammern das bringt nichts, daher weiß ich auch wen ich bei der kommenden
EU Wahl wählen werde.

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Mein Graz
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@GamperlAlfred

Du hast die Ironie nicht verstanden.

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X22
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Ich finde es interessant,

wenn die Satire und die Wahrheit die Rechten linken.

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