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Offener BriefNach FPÖ-Attacken auf ORF: Deutsche Journalisten fordern Kurz zum Eingreifen auf

Prominente deutsche Journalisten wie Anne Will oder Maybrit Illner haben einen offenen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz geschrieben. Darin fordern sie, dass Kurz die Attacken der FPÖ auf den ORF stoppen soll.

PRESSESTATEMENT ZUM DOPPELBUDGET: KURZ
© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Prominente deutsche Journalisten haben in einem Offenen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) "Angriffe" der FPÖ "auf unabhängige Journalisten und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF" beklagt und Kurz' "Zurückhaltung" kritisiert. Unterzeichnet wurde das Schreiben unter anderem von den bekannten TV-Moderatoren Maybrit Illner, Anne Will, Marietta Slomka und Frank Plasberg.

Insgesamt setzten 19 Personen ihre Unterschrift unter den am Donnerstag verbreiteten Brief. Sie alle sitzen im Vorstand des Vereins Hanns Joachim Friedrichs Preis für Femsehjournalismus, den 2016 "Zeit im Bild 2"-Anchorman Armin Wolf erhalten hatte.

Das Facebook-Posting von FPÖ-Obmann und Vizekanzler Heinz-Christian Strache gegen den ORF und Wolf nahmen die Journalisten zum Anlass für ihren Appell an Kurz: Sie sind "bestürzt", dass Strache damit "Armin Wolf mit Lüge und Propaganda gleichsetzt und hunderte Journalistinnen und Journalisten des ORF als Propagandisten und Produzenten von Falschmeldungen verleumdet". Das Posting sei ein Angriff auf die Pressefreiheit, die Unterzeichner sehen sich an die "Methoden der ungarischen und polnischen Regierung" erinnert, nämlich "durch Druck und Diffamierung die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunk-und Fernsehanstalten einzuschränken".

Sie unterzeichneten den Appell

Claus Richter, Vorstand des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises
Nikolaus Brender, Journalist, ehemaliger Chefredakteur des ZDF
Maybrit Illner, Fernsehmoderatorin des ZDF
Jürgen Flimm, Intendant der Staatsoper Berlin
Petra Gerster, "Heute"-Nachrichtenmoderatorin des ZDF
Claus Kleber, Journalist, Nachrichtenmoderator des ZDF-"Heute-Journals"
Theo Koll, Auslandskorrespondent des ZDF
Wolf von Lojewski, Journalist, ehemaliger Moderator des ZDF-"Heute-Journals"
Stephan Lamby, Journalist, Autor, Produzent
Eva Müller, Fernsehjournalistin, Buchautorin
Frank Plasberg, Journalist, Fernsehmoderator der ARD
Fritz Pleitgen, ehemaliger Präsident der EBU (Europäische Rundfunkunion) und Intendant des WDR
Christina Pohl, Journalistin, Spiegel TV
Volker Skierka, Journalist
Marietta Slomka, Journalistin, Nachrichtenmoderatorin des ZDF-"Heute-Journals"
Denis Scheck, Journalist, Literaturkritiker der ARD
Anne Will, Fernsehjournalistin der ARD
Ulrich Wickert, Buchautor, ehemaliger Moderator der ARD-"Tagesthemen"
Thomas Roth, Journalist, ehemaliger Moderator der ARD-"Tagesthemen"

Kurz habe sich in Deutschland mit "offenen Worten in Interviews und Fernsehdiskussionen einen Namen gemacht", heißt es weiter. "Umso mehr verwundert uns Ihre Zurückhaltung in diesem für die Meinungs-und Pressefreiheit eines europäischen Landes so wichtigen Fall", fordern die Unterzeichner den österreichischen Kanzler zum Handeln auf: "Wir hoffen sehr, dass es in Wien einen Ort gibt, an dem pressefeindlichen und demokratieschädlichen Attacken durch österreichische Regierungsvertreter deutlich Einhalt geboten wird. Vielleicht ist dieser Ort ja das Bundeskanzleramt am Ballhausplatz."

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Danke für Ihr Verständnis.

Patriot
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Es wäre Aufgabe aller Medien,

die Gefahr, die durch Kurz und vor allem Strache auf unsere Demokratie zukommt, den Österreicher/innen tagtäglich vor Augen zu führen.
Viele Printmedien unterlassen das mit Absicht (die Eigentümer sind meist ÖVP-affin), nur der ORF, dem der Kettenraucher einen Nasenring verpassen will, kommt dieser Aufgabe (noch) nach!
Wehret den Anfängen, damit wir Österreicher/innen nicht in Bälde in einer Semi-Diktatur a la Ungarn aufwachen!!!

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mEmeinesErachtens
5
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Was für ein Nonsens und Kokolores,

@Patriot den sie da von sich geben. "die Gefahr, die durch Kurz und vor allem Strache auf unsere Demokratie zukommt" - "wehret den Anfängen, damit wir Österreicher/innen nicht in Bälde in einer Semi-Diktatur a la Ungarn aufwachen!!!".
.
Wer über die östereichische Politikseit Kriegsende und seine Gesetzgebung und die damit verbundenen Verhaltensweisen für Österreich informiert ist und daher informativ wissend, der kann nur über soviel Unwissenheit und mangelnder Bildung nur den Kopfschütteln. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
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@raspel hat hier bereits die Essenz, was tatsächlich Sache ist getroffen. "Wenig überraschend,....die meisten von ein sind ja selbst Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Gebührensammler ARD und ZDF. Also ein Brief für den Papierkorb." So ist es. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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gonde
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Daß es soweit überhaupt erst kommen mußte. Wird er jetzt endlich "aufdrehen"?

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Lodengrün
1
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Klar die sind ja alle

politisch motiviert, alles Linke.

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campanile
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ORF

Fakt ist trotzdem, dass ZIB 2 keine objektiven Nachrichten bringt, auch wenn Straches Kommentar überzogen ist. Jüngstes Beispiel: Frau Dittelbacher berichtet über gewalttätige Polizei bei einer Demonstration in Italien, die steinewerfenden Horden von Demonstranten werden nicht erwähnt. Die ZIB 2 Redaktion kann ja einmal vorführen, wie man sich gegen außer Rand und Band geratene "Aktivisten" korrekt verhält. Der ORF darf weder links- noch rechtsschlagseitig sein, sonst hat er keine Berechtigung.

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HerbertKoenig
1
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campaniile

aber in die rechtsextreme ecke mit dir

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Wildheart
29
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Deutsche Journalisten

sollten sich eher in Respekt zu ausländischen Politikern üben, und nicht schulmeistern!
Ich denke da vor allem an Sandra Meischberger, die nicht weiß, wie sie sich zu einem Bundeskanzler zu benehmen, egal wie jung, unerfahren oder vielleicht dumm sie ihn hält. Helmut Kohl hätte ihr gezeigt, wie man schlittenfährt, aber dort, wo kein Schnee liegt.

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HerbertKoenig
2
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wildheart

Auch eine Verstecktes Schaf im Wolfspelz. Meischberger ist eine Top Journalistin! genau so wie alle anderen genannten. Frag Dich mal er Du bist, schaffst Du es nichts sag ich es Dir: Einer aus der extremsten Rechten Ecke

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voit60
10
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hat ihn jemand gezwungen

dorthin zu gehen?

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Wildheart
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@voit60: Gezwungen hat ihn niemand, er war eingeladener Gast,

und gerade Journalisten, die sich für die ethische Elite halten, sollten wissen, wie man sich gegenüber einem GAST benimmt, und zwar unabhängig von seiner gesellschaftlichen Stellung.
Sie sollten es auch wissen, oder kommt niemand mehr als Gast zu Ihnen?

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HerbertKoenig
2
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wildheart

Solche Gäste ist besser sie bleiben wo sie sind! Von mir bekämmen sie eine braune verzalzene Suppe und dann an in die Wüste

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voit60
8
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wir hatten schon einmal so einen Jungspund

der gern in Deutschland bei talkshows Gast war, im Moment sitzt er in Wien vor Gericht als unfreiwilliger Gast. Der war damals auch der große Jungstar unter den rechten Parteien, wohin es geführt hat, hat man gesehen.

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Lambo99
22
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Schweigekanzler

Warum soll der Basti Kurz zu irgendetwas eine Stellungnahme abgeben. Wie seine Haltung beim Rauchverbot zeigt, dreht er sich ohnedies so schnell, dass man dafür ein AKW weltweit für die Energiegewinnung einsparen könnte. Der hat keinen Standpunkt sondern nur einen Schnarchpunkt...

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HerbertKoenig
1
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Schweigekanzler

geschrieben. das drehen in Richtung Sahara ohne Oase wäre auch OK
Er ist ein Mörder sollte er das Rauchverbot verhindern!!!!

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Lodengrün
15
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Jetzt haben sie 16 Mitarbeiter die täglich die Medien zu beackern haben

jetzt brauchen sie auch noch genügend Auslandsbüros mit der gleichen Aufgabe sonst wird das nichts mit der großartigsten Regierung der II. Republik. Sie ergehen sich doch täglich in Superlativen.

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H260345H
17
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Dass die FPÖ gewillt ist,

den ORF zu "Strachisieren", wie das in Österreich heißen wird (Ungarn: Orbanisieren), ist nicht mehr zu übersehen - ja, man MUSS davon ausgehen, dass die FPÖ mit Hilfe des total überforderten Kurz unser einst schönes Vaterland in eine Diktatur führen wird!
Die Vorgangsweise dieser Diktatoren ist immer gleich: Pressefreiheit einschränken, später gänzlich aufheben, Journalisten beflegeln (eine Spezialität des unseligen STRACHE!) und schließlich unter fadenscheinigen Gründen einsperren, den überparteilichen, neutralen Rundfunk in einen hörigen Staatsfunk ummodeln.
Erdogan, Putin, Orban, Strache, usw. - man fürchtet sich zu Recht in Europa! Solche Leute herrschten mit brutaler Willkür in den Dreißiger / Vierzigerjahren!

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lombok
40
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Bekommen es da die deutschen Journalisten mit der Angst zu tun?

Die Deutschen kommen mir ja schon vor, wie die Amerikaner: Wollen sich überall einmischen und auf "G´scheit" mitreden, obwohl sie gut beraten wären, auf deren eigene Probleme zu schauen.

Andererseits ist es natürlich auch amüsant, wenn große Länder alle plötzlich in unser kleines Land schauen. Alleine gestern wurde ganztägig auf ntv und n24 permanent über Themen wie "Rauchverbot in Österreich" und "Kurz zu Gast bei Putin" berichtet. Da muss man schmunzeln ... :-)

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HerbertKoenig
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lombok

Rauchverbot aufheben ist Massenmord und gehört mit Lebenslänglich bestraft!

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homerjsimpson
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Ein weiteres unfreies Halb-Diktatur-Land wie Ungarn...

....ist ein Problem für Deutschland, die FPÖ schickt uns auf diesen Weg, wenn sie massiv Journalisten denunziert und als Lügner verunglimpft und alle zuschauen. Aber noch sind wir nicht so weit wie die FPÖ es gerne hätte, dass alle sich nur melden dürfen wenn sie ihrer Meinung sind.

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mapem
18
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Jetzt wird klar, was „ORF“ bedeutet …

„Orbanisierter Rund Funk“ … kein Wunder, dass der Viktor so eine Freud mit unserer türkis-blauen Koalition hat – und umgekehrt.
Na ja – bei der derzeitigen Politik, hinein in die Pseudo-Demokratie, gehören wir eh schon mehr zu den Visegrad-Staaten, wo ein paar Finanz-Oligarchen sich einen populistischen Macht-Monopolisten halten, der das Land glattbügelt, damit die Geschäfte der Herren im Hintergrund gut flutschen.
Geht ja ganz einfach: wenn die „Gummiboot-Feinde“ ausgehen, dann findet man die „Feinde“ auch im Inneren – die Intellektuellen, die Gutmenschen und all jene, die ein unangenehmes liberales Weltbild haben … und jetzt gerade sehr trendig: die faulen Arbeitslosen und all jene, die sich im untersten Segment der Sozialpyramide befinden – die bringen nichts und kosten ja nur. So schnell kann man gar nicht schauen, sitzen jetzt diese Leute im Schlauchboot, weil die Asylanten ausgehen … und nationale Demagogen brauchen ja unbedingt etwas, was als „Feind“ was hergibt – und was man dann versenken kann.
Tja, da wird gerade eine ordentliche Renaissance der 30er zusammen mit der plutokratischen Trumpl-Einbrenn zu einem kräftigen Ragout verkocht.
Nun – wir werden ein „kräftiges“ Menü bekommen – und es wird schwer im Magen liegen … und ich bin schon gespannt, was man am Sonntag in Kärnten beim Ober bestellen wird.

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SoundofThunder
17
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Diese Attacken auf die Pressefreiheit ist dem Kurz4 nur recht

Demagogen wie Orbàn,Erdogan,Strache und auch Kurz haben großes Interesse daran alle Medien auf Parteilinie zu bringen.

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Sonne100
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Wer ernsthaft aktuell behauptet, dass der ORF

Parteipolitisch neutral ist, ist als Diskussionspartner nicht für voll zu nehmen bzw. ein Realitätsverweigerer. Sogar unser Oberaufdecker Pilz hat eine parteipolitische Einflussnahme bei der Berichterstattung/Handlungen zugegeben.
Also was spricht gegen einen unparteiischen und verkleinerten (viel zu hohe Personalkosten) ORF? Nichts!
Und liebe Fr. Slomka, kehren erst einmal daheim. Oder soll ich Hr. Seehofer noch einmal anrufen? 🤣😂😎

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SoundofThunder
17
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😏

Ist das Unparteiisch wenn der ORF jetzt umgefärbt wird? Kein einziger Stiftungsrat im ORF ist Neutral.Statt Rot/Schwarzfunk gibt es dann einen "Unparteiischen Blaufunk". Wie es ihn in Ungarn und in Russland gibt.

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Lodengrün
15
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Wie bin ich happy

das nicht einmal einer mit dem ich arbeiten muss das an Böswilligkeit abliefert das HC an einem Tag zu bringen in der Lage ist. Kurz bleibt unserem Unternehmen mangels Qualifikation von Haus aus erspart.

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Lodengrün
16
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Unser BK versichert

uns täglich im Ausland wäre alles Bussi. Er hätte mit dem und der gesprochen und alle wären happy.

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Lodengrün
11
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Nachsatz

Unser BK hat das Wort Diplomatie in seiner Bedeutung nicht verinnerlicht. Was soll er erwarten? Glaubt er tatsächlich sie sagen: Gehn´s Herr Kurz bei ihnen geht aber auch alles den Bach runter"? Und trifft er einen wie Macron oder Orban wo der erste ihm sagt das er mit der FPÖ nicht kann oder der andere das das Kernkraftwerk doch in Betrieb geht und er seine Wünsche betreffend Kinderbeihilfe abschminken kann, dann kommt unser junger Türkiser mit dem Satz: "Wir werden darüber schon noch sprechen". Auch gestern holte er sich bei Putin eine Abfuhr denn seine Ansage: "Ich bin optimistisch das in einigen Jahren...." ist der Beweis das er nichts erreicht hat außer das Flugzeug.

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