Mit einer Würdigung von Entertainer und ORF-Legende Peter Rapp (1944–2025), der in der allerersten Staffel (2005) an der Seite von Julia Polai den sechsten Platz auf dem ORF-Parkett ertanzte, wurde mit melancholischen Tönen („You Are Always On My Mind“) die sechste Live-Show eröffnet. Bei der das Orchester mit den Stimmen von Maria Reyrich, Monika Ballwein, Peter Dürr und Andie Gabauer endlich wieder die Besonderheit der Austro-Version des internationalen TV-Erfolgsformats herausstreichen konnte.
Nicht genügend Anrufe bzw. SMS konnte der Kärntner Ex-Tennisprofi Stefan Koubek lukrieren. Er war Schlusslicht nach der Jury-Wertung und musste nach dem Televoting schließlich Abschied vom ORF-Parkett nehmen. Koubek konnte den Abstand nicht mehr aufholen.
Ein Rückblick: Viel Lob gab es wie gewohnt für Influencerin Anna Strigl & Profi Herby Stanonik, diesmal nach „Call Me Maybe“ (Cha Cha Cha), selbst von Balázs Ekker: „Die Beinarbeit war schön koordiniert, die Bewegungen waren zackig. Nur Oberkörper und Arme waren mir zu lasch“, konstatierte der Ungar. Gastjuror Mark Seibert gefiel „der wunderschöne Ausdruck, Euer Tanz hat mich berührt“. Maria Angelini-Santner erwartet sich von dem Paar zwar etwas mehr, urteilte aber: „Komplett passabel, komplett stabil“. Von Annas Oma, die aus Tirol angereist war, gab es übrigens symbolisch neun Punkte („Ich will nicht überbewerten“). 25 Punkte lautete das Ergebnis des Jury-Trios.
Wer musste zittern? Der Quickstepp von Ex-Tennisprofi Stefan Koubek & Manuela Stöckl („Dance Monkey“) wurde mit nur 16 Punkten lukriert. „Noch immer zu fad im Körper, aber ich sehe eine Steigerung“, so Angelini-Santner. Der Jive von Spitzenkoch Andi Wojta & Profi Kati Kallus („Hey Ya“) erhielt 19 Punkte, ein persönlicher Rekord. Sogar Balázs Ekker hatte „gern hingeschaut“. Angelini-Santner urteilte lobend: „Für deine Verhältnisse waren extrem viele Schritte dabei. Da fliegt einem ja die Kochschürze weg! Wo ein Wille, da ein Weg.“
Simone Lugner musste nach dem Paso Doble zu „Mission Impossible“ von Balázs hören: „Ich ward heute nicht ein Paar. Du hättest 200 Prozent mehr Körperspannung gebraucht!“ Für Lugner und Profi Danilo Campisi gab es 20 Punkte (davon acht von Mark Seibert).
Einmal mehr in einer Spitzenposition nach der Jury-Wertung: Promi-Spross und Schauspieler Aaron Karl & Profi Katya Mizera. Ihr Tango zu „No Roots“ erntete 26 Punkte. „Die harte Arbeit hat sich gelohnt“, erklärte Seibert. Angelini-Santner verlangte aber „mehr Halsstreckung“.
Ex-Spitzenpolitikerin Eva Glawischnig & Dimitar Stefanin legten zum R.E.M-Popklassiker „Everybody Hurts“ einen Wiener Walzer aufs Parkett: 20 Punkte. Zitter-Moment: Die Kärntnerin verdrückte ein Tränchen, denn sie hatte Dimitar zu Fall gebracht. „Es geht nicht darum, wie oft wir fallen, sondern wie oft wir aufstehen“, sagte der Profi. Balàzs sah unterm Strich „eine Steigerung“ der Tanzleistung. Comedian und YouTuber Paulus Bohl & Catharina Malek hatten einen schwierigen Slowfox zu „Play that Song“ zugeteilt bekommen: 24 Punkte. Seibert ortete „eine irrsinnige Entwicklung“ von Bohl.
Besonderheit der sechsten Live-Show: Die Jury-Wertungen aus Sendung Nummer fünf vor Ostern, wo kein Paar gehen musste, wurden dazu addiert. Das ergab im Spitzenfeld 54 Punkte für Anna Strigl, 50 Punkte für Aaron Karl.
Bewertet wurde zudem ein Tanzmarathon zu einem Lindy Hop (gespielt wurde dabei der Ohrwurm „Hit the Road Jack“). Mit Aaron Karl als Sieger (zusätzliche zehn Punkte)! Neun Punkte lukrierte Strigl. Dieser Swing-Tanz entstand in den 1920er-Jahren an der US-Ostküste, wo er sich aus dem Charleston und dem Stepptanz entwickelt hatte. So ergab sich eine Jury-Endwertung von 60 Punkten für Aaron. Er lag damit immer noch hinter Strigl (63), aber vor Bohl (54) und Lugner (48). Glawischnig, die als Zweite den Tanzmarathon verlassen musste, kam auf 44 Punkte. Schlusslicht: Koubek mit 37 Punkten. Vorletzter bei der Jury: Wojta.
Ehren-Gast im Ballroom: Song-Contest-Hoffnung Johannes Pietsch alias JJ (derzeit auf Platz zwei in den Wettbüros für den ESC im Mai in Basel hinter Schweden) präsentierte seine dreiminütige Mini-Oper „Wasted Love“. Standing Ovations für die Live-Performance. Beim Outfit des 23-Jährigen ist noch Luft nach oben, beim hohen C nicht!