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Leopold-MuseumRichard Gerstl: Gegen alle Regeln der Kunst

Er hat irritiert und inspiriert: Das Leopold-Museum widmet Richard Gerstl, dem ersten österreichischen Expressionisten, eine Ausstellung.

Ausschnitt eines Selbstbildnisses von Richard Gerstl aus dem Jahr 1902 © Leopold-Museum
 

Man hat das Gefühl, er sieht seinen Weg klar vor sich: ein Mann, ein Halbakt. Eine Selbstbefragung, deren Stil für die damalige Zeit ungewöhnlich ist. Das Gesicht scharf, sukzessiv verschwimmen Arme und Hände. Wir schreiben das Jahr 1902, in Wien frönt man allerorts dem Jugendstil. Nur einer nicht: Der knapp 20-jährige Richard Gerstl, Sohn aus gutbürgerlichem Haus, zeigt mit seinem Halbakt recht klar, dass er sich erstens dem konservativen Kunstverständnis seines Akademielehrers niemals unterwerfen und sich zweitens keinem der diversen Malerzirkel anpassen wird.

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