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Bekanntgabe am MittwochKunsthalle Wien: Wer folgt Nicolaus Schafhausen nach?

Am Mittwoch gibt die Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler die neue künstlerische Leitung für die Kunsthalle Wien bekannt. Sie sprach sich zuletzt für einen neuen Standort am Stadtrand aus.

Nicolaus Schafhausen
83 Bewerbungen gab es für die künstlerische Leitung der Kunsthalle Wien © APA/ROBERT JAEGER
 

Die Würfel sind gefallen: Wenige Wochen, bevor Nicolaus Schafhausen am 31. März seinen Posten als Direktor der Kunsthalle Wien niederlegt, präsentiert Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) am morgigen Mittwoch dessen Nachfolge (10 Uhr, Restaurant Heuer am Karlsplatz). Insgesamt waren 83 Bewerbungen für die für fünf Jahre ausgeschriebene Stelle eingegangen.

Fest steht: Auf den oder die neue Direktorin bzw. das neue Leitungsteam kommt einiges zu. Schließlich hatte Kaup-Hasler immer wieder betont, dass sie sich für die Kunsthalle Wien eine (auch räumliche) Neuorientierung wünscht. Unter den 83 Bewerbungen waren auch zwölf Teams, mehr als die Hälfte kam von oder mit Beteiligung von Frauen. Das Interesse war dabei durchaus international: 31 Bewerbungen - also weniger als die Hälfte - kamen aus Österreich, 43 aus der EU und der Schweiz, neun aus dem EU-Ausland.

Kommt ein neuer Standort?

Zentral war in den Diskussionen der vergangenen Monate die Raumfrage. Zuletzt hatte Kaup-Hasler deutliches Interesse an einer Absiedelung an den Stadtrand geäußert, Stichwort Dezentralisierung. Von der neuen Leitung erwartete sie ein "Interesse an urbanen Zusammenhängen und auch am Publikum". Ein Haus, das sich an einem anderen Ort als dem Museumsquartier befindet, müsse "viel mehr an Verführungsstrategien arbeiten und zeitgenössische Vermittlungsformate entwickeln", sagte sie im Vorjahr gegenüber Ö1.

Schafhausen, der sein vorzeitiges Ausscheiden im Mai des vergangenen Jahres bekanntgegeben hatte, beklagte in seiner letzten Jahrespressekonferenz die "dysfunktionale Situation im Museumsquartier" sowie die Problematik am Standort Karlsplatz, wo man aus konservatorischen Gründen weder Fotografie noch Malerei zeigen könne. Seinen ursprünglich bis 2022 laufenden Vertrag legte er mit dem Argument zurück, dass "die Wirkungsmächtigkeit von Kunst ist in Zeiten nationalistischer Politik stark eingeschränkt" sei.

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