Schaut man sich die österreichische Musiklandschaft an, muss man feststellen: Die 27-jährige Abtenauerin Anna Buchegger gehört zu jenen Künstlerinnen, die mit ihrem Sound zu den innovativsten heimischen Stimmen des weiten Feldes der Popmusik gehört.

Auch wenn sie keine Popmusik macht. Buchegger gastierte am Samstag in den Kammerlichtspielen Klagenfurt – und begeisterte vor ausverkauftem Haus. Sie hat tief im Repertoire der echten Volksmusik gegraben, um jene Elemente herauszuschälen, die sich zu einem zeitgemäßen Sound verflechten lassen. Ihr Dialekt-Pop ist eigenständig und aufregend. Sie setzt den Dialekt so ein, dass er sich ganz natürlich an ihre Musik schmiegt: Ob das nun Hackbrett, Schlagzeug, Synthesizer oder Bass ist.

Ethno-Rave oder so ähnlich

Wenn sie auf „Maria“ ihre Stimme in die Höhe schraubt, immer wieder mit dem Publikum über die Heimat, die Träume und das Leben spricht, dann zeigt sie ein ums andere Mal, dass sie eine authentische Stimme ist. Buchegger hat ihr neues Album „Soiz“ mitgebracht. Und wenn sie mit ihrer Band mit dem titelgebenden Song oder anderen Liedern dahingaloppiert wie weiland „Aphrodites Child“ auf „The Four Horseman“ ist Ethno-Rave angesagt: „Weißes Gold, meine Taschn‘n sand voi mit weiß‘m Gold“.

Buchegger versteht es, die Heimat ganz neu zu destillieren. Dialekt trifft auf Dancefloor, Buchegger tanzt und wirbelt über die Bühne, zieht am Hackbrett alle Register und begeistert restlos.