Theater

Das Stadttheater Klagenfurt zeigt ab 16. Jänner die Komödie „Mein Freund Harvey“ und lädt u.a. zu Goethes „Iphigenie auf Tauris“ (ab 27. Februar). In „QUEERinthia“ wird Noam Brusilovsky sich mit queerem Leben in Kärntens Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen (ab 10. April). Das klagenfurter ensemble setzt angesichts der Unsicherheiten aufgrund der Finanzmisere der Stadt vorerst auf Gastspiele (u.a. „Wurst, Obst, Stirbst“, 16. Jänner), auch andere Klagenfurter Theatervereine warten die Entwicklungen ab. In der neuenbuehnevillach feiert am 7. Februar Estha Sackl mit der „Befreiung der Marionettenfrau“ Uraufführung, ab 12. Februar folgt „Eine pornografische Beziehung“. Die Komödie am Schiff widmet sich ab 15. Mai „Sisi - nah am Wasser: Ein Sisical“. Wolkenflug zeigt Goethes „Faust“ mit Magda Kropiunig ab 20. Juni im Burghof Klagenfurt, die Burghofspiele Friesach ab 25. Juni das „Weiße Rössl“, Bernd Liepold-Mossers Flying Opera ab 6. August in Villach „Hamlet. Pop-Opera“. Das Ensemble Porcia gibt das Programm Ende Jänner bekannt.

Musik

Das Kärntner Sinfonieorchester (KSO) widmet sich am 10. April im Konzerthaus den „Elementargewalten“ (u.a. mit der 3. Sinfonie von Brahms), schon am 20. Februar gastiert man mit Chefdirigent Nicholas Milton beim Kärntner Musikverein. Als KSO-Chef verabschiedet sich Milton mit einem Konzert am 15. Juni im Stadttheater Klagenfurt. Dort stehen zwei Opernpremieren auf dem Programm: Rossinis „La Cenerentola“ (ab 20. März) und Wagners „Rheingold“ (ab 8. Mai). Der Musikverein lädt u.a. zu Verdis „Messa da Requiem“ (5. April), das Werk gibt es auch im Stadttheater (ab 31. Mai). Bei der Mozartgemeinde im Konzerthaus gastieren u.a. Aleksander Simić & Maria Prinz (12. März) sowie Max Müller & Tonč Feinig (8. Mai). In Villach schauen u.a. das Wiener Strauss Orchester (28. April) und das Staatsorchester Rheinische Philharmonie (26. Mai) vorbei.

Bachmann-Preis

Das Wettlesen rund um den mit 25.000 Euro dotierten Bachmann-Preis findet von 25. bis 29. Juni im ORF-Theater Klagenfurt statt, den Jury-Vorsitz der Tage der deutschsprachigen Literatur übernimmt wieder Klaus Kastberger. Der Klagenfurter Literaturkurs, der traditionell das Wettlesen einläutet, wird wohl aufgrund der finanziellen Situation der Landeshauptstadt heuer pausieren müssen.

Festivals

In Kärnten steht das Kulturjahr 2025 einmal mehr im Zeichen von Festspielen und Festivals. Den Auftakt machen die Festspiele Taggenbrunn, die am 10. Mai mit Opernstar Thomas Quasthoff eröffnen und unter anderem Thomas Gansch, die Philharmonix oder Max Müller auf die Burg holen. Die Trigonale lädt heuer zu rund 20 Konzerten, einen Vorgeschmack auf das Festival im Spätsommer gibt es am 23. und 24. Mai in Portendorf und St. Veit mit einem kleinen Ensemble rund um die Tastenspielerin Johanna Soller und die Sopranistin Carine Tinney. Am 23. Mai geht der St. Pauler Kultursommer in die Saison, am Eröffnungswochenende gibt es unter anderem Bachs h-Moll-Messe. Am 25. Mai starten die Musikwochen Millstatt mit der Vienna Brass Connection in die Saison, bis Anfang Oktober stehen 19 Veranstaltungen auf dem Programm. Der Pfingstklang eröffnet am 6. Juni im Klagenfurter Konzerthaus mit Daniel Hope und lädt unter anderem zu den Wiener Comedian Harmonists (8. Juni). Ab 14. Juni regiert samstagvormittags wieder Klassik im Burghof (Dresdner Kapellsolisten, Dominic Wagner, Günther Groissböck, Birgit Minichmayr & Co.). Von 30. Juni bis 3. Juli bespielen die Wörthersee Classics das Klagenfurter Konzerthaus mit Musik von Dvořák bis Rossini. Am 5. Juli eröffnet der Carinthische Sommer mit dem ORF-Radiosinfonieorchester und der Uraufführung von HK Grubers neuem Klarinettenkonzert „FInTango“, am 11. Juli startet die Oberkärntner Konzertreihe Via Iulia Augusta, Weissensee Klassik 2025 findet von 26. bis 30. August statt.

Ausstellungen

Sehen lassen können sich Ausstellungen in Kärnten etwa in einer neuen Räumlichkeit: Zur Eröffnung des Kunsthauses Gmünd im Mai wird der weltberühmte David Hockney mit Druckgrafiken präsentiert. Die Galerie Freihausgasse in Villach spannt einen vielfältigen Bogen von der Malerin Helga Druml (ab 16. Jänner) über Street Art im Frühling bis zu Caroline im Herbst, die heuer ihren 85er feiert. Das MMKK bietet im März wieder ein Doppelspiel von in Kärnten geborenen Künstlern: Rudolfine P. Rossmann und Michael Kravagna. Der Herbst ist geprägt vom feministischen Blick in der Kunst. In der Stadtgalerie Klagenfurt werden u. a. die Schenkungen aus dem Archiv geholt. „Gegen den Strom“ schwimmt das Werner Berg Museum ab 30. April in Bleiburg/Pliberk mit einer Verknüpfung von Pier Paolo Pasolini, Alfred Hrdlicka und Werner Berg. Die Sammlung Liaunig geht ab 27. April in den Dialog mit tschechoslowakischer Kunst.

Pop, Rock & mehr

Man weiß noch nicht alles, aber was man weiß, ist gut: Das Klagenfurt Festival macht mit einigen Highlights in Sachen Pop, Indie & Co den Anfang. Mit der fulminanten Musik von Buntspecht (23. Mai), mit der wunderbaren Anja Plaschg aka Soap&Skin (24. Mai) oder dem sensationellen Auftritt der US-Formation CocoRosie (27. Mai), deren Musik zwischen Freak Folk, Elektro und Pop mäandert. Als Draufgabe sei Bibiza erwähnt (6. Juni): Das wird „Schick mit Scheck“. Semtainment setzt heuer ebenfalls viele Rufzeichen: In der Burgarena Finkenstein werden u. a. Aut of Orda (14. Juni) oder die Münchener Freiheit (15. Juni) erwartet. Nicht zu vergessen das lang erwartete Heimspiel von Esther Graf, die am 15. August mit ihrem Deutsch-Pop die Burgarena rocken wird. Die Großkonzerte auf der Schlosswiese Moosburg haben Edmund (18. Juli), Fäaschtbänkler (19. Juli) und ein DJ-Programm mit u. a. Lost Frequencies zu bieten (24. Juli). Der Höhepunkt ist aber das Classic Rock 2025 am 25. Juli: Neben den Legenden von Nazareth rocken die unvergleichliche Bonnie Tyler und Uriah Heep die Schlosswiese. Außerdem sei Rainhard Fendrich empfohlen, der Austro-Barde macht am 6. Juli in der Wörthersee Ostbucht Station.