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34. Festival St. GallenVom Weltraum bis zum Schnadahippfü

Das Festival St. Gallen im Gesäuse ist heuer zwar verschlankt, aber dennoch mehr als herzeigbar.

Florian Willeitner (Geige) + Georg Breinschmid (Bass) + Igmar Jenner (Geige) = First Strings on Mars © FSOM
 

Es ist die mittlerweile 34. Saison für das Festival St. Gallen, aber beinahe hätte es sie nicht gegeben. „Natürlich haben wir früh diskutiert, wie wir unsere Veranstaltungen in Zeiten von Corona durchführen können – und ob überhaupt“, sagt Erich Mitterbäck (81), der nimmermüde Kulturmotor im Gesäuse. Aber wenn man einmal im Sommer aussetze ... wer weiß?

Dem Fragezeichen ließen er und sein Kulturkreis Gallenstein bald Rufzeichen folgen: „Wir spielen doch mit unserem Festival kulturell und damit gesellschaftlich eine wesentliche Rolle in der Gegend und haben uns hier im Dreieck Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark eine wichtige Position verschafft als Adresse, an der man Kultur mit hohen ästhetischen Ansprüchen erleben kann!“.

Diesen Ruf und Stand wollte man trotz aller Hürden durch die Pandemie keinesfalls aufgeben und erstellte, sobald die Veranstaltungsbedingungen klar waren, ein Programm, das von obligaten zwei auf eine Woche gekürzt wurde und dennoch „herzeigbar“ ist, wie Mitterbäck es bescheiden nennt.

Zwar müsse man heuer auf Orchesterkonzerte verzichten und auf das schöne Ambiente der Burg, weil man nur im Saal der Volksschule Zugangs- und Abstandsregeln befolgen könne. Und es gebe auch nur ein statt wie sonst drei Open-Air-Konzerte, aber da werden gleich zum Auftakt Willi Resetarits und die Stubnblues Allstars für Stimmung sorgen.

Zudem locken etwa Tenor Daniel Johannsen zu Schuberts „Winterreise“ oder Geiger Ernst Kovacic & Co zu Strawinskys „Geschichte vom Soldaten“, Wolfram Berger bringt mit dem Pianisten Oskar Aichinger „Dialektgedichte, Lieder und Schnadahippfü“ von Friedrich Achleitner, und das Trio First Strings on Mars macht sich auf in die unendlichen Galaxien zwischen Jazz, Klassik, Balkan und Wienerlied.

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