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NachrufAbschied vom Geiger mit Herz und Seele

Die Grazer Oper hat Verdis "Don Carlo", ihre erste Saisonpremiere, Izumi Hasebe gewidmet, der am Freitag nach kurzer schwerer Krankheit verstarb.

Izumi Hasebe, Vorbild als Musiker und Mensch © Oper Graz/KK
 

Mit Izumi Hasebe verliert nicht nur das Opernhaus, sondern die Musikstadt Graz einen prägenden Musiker. Der gebürtige Japaner, der an der University of Arts seiner Heimatstadt Tokyo und anschließend an den Wiener und Grazer Musikhochschulen bei den Professoren Karl Samohyl, Christos Polyzoides und Harald Himmel studiert hatte, war 41 Jahre lang Mitglied der Philharmoniker und von 1985 bis zuletzt Stimmführer der zweiten Geigen. Als Musiker und Mensch im Haus hoch geschätzt, liebte er die Oper „als Gesamtkunstwerk“ und da vor allem Mozart, Verdi und Wagner. Bei „Auswärtsspielen“ zeigte sich Hasebe am ersten Pult, zum Beispiel im Grazer Domorchester unter Josef M. Doeller, ebenso passioniert und kompetent wie als Kammermusiker, unter anderem mit dem Grazer Streichquartett oder im von Wim van Zutphen gegründeten Austrian Art Ensemble.

Die Oper schreibt in ihrer Würdigung: "Izumi Hasebe war ein überaus geschätzter Kollege für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf und hinter der Bühne sowie im Orchester. Als Musiker und Mensch schenkte er dem gesamten Team und dem Publikum unzählige kostbare Momente. Im Frühjahr 2019 teilte er im Rahmen eines Interviews seine Gedanken über sein eigenes Probespiel sowie die Arbeit mit jungen Musikerinnen und Musikern, die er in seiner Karriere begleiten durfte: ,Das Instrument muss beherrscht werden, aber nicht nur das, sondern es geht auch um die Emotionen und darum, dass man sich Gedanken macht und diese vorträgt.' Das Mitgefühl des gesamten Teams der Oper Graz gilt seiner Familie sowie allen, die Izumi Hasebe als Kollege und Freund verbunden waren".

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