AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Rarität aus ItalienBregenzer Festspiele bringen 2020 die Oper "Nero"

Die Oper "Nero" von Arrigo Boito über den berüchtigten römischen Kaiser wurde 1924 an der Mailänder Scala uraufgeführt. 2020 erlebt die Rarität bei den Bregenzer Festspielen eine Wiederaufführung.

Jan Styka, "Nero in Baia". 1900 © Privatbeseitz, Polen
 

Die Bregenzer Festspiele bringen im Festivalsommer 2020 Arrigo Boitos Oper "Nero" (Nerone) ins Festspielhaus. Das 1924 an der Mailander Scala uraufgeführte Stück wird am 22. Juli Premiere feiern und insgesamt drei Mal zu sehen sein, gaben die Festspiele am Montag bekannt.

Im Werk von Boito trete der berüchtigte römische Kaiser als "schillernde und zwielichtige Gestalt" auf, so die Festspiele. Die spektakulären Selbstinszenierungen seiner Macht stünden im Kontrast zu den Gewissensplagen nach dem Mord an seiner Mutter. Als gegensätzlich erklingende Pole beschreibt das Festival zudem die düsteren Rituale des heidnischen Magiers Simon Magus und die verklärende Reinheit des aufkommenden Christentums.

Boito arbeitete ab 1862 mehrere Jahrzehnte an der Oper, erst nach dem Tod des Komponisten und Librettisten im Jahr 1918 wurde sie in eine aufführbare Fassung gebracht. Der in Padua geborene Boito hat etwa die Libretti für Giuseppe Verdis "Otello" und "Falstaff" geschrieben, außerdem das Textbuch zu Franco Faccios Oper "Hamlet", die 2016 bei den Bregenzer Festspielen nach fast 150-jähriger Pause wieder in Europa gezeigt wurde. Oliver Tambosi wird das vielschichtige Werk inszenieren. Als musikalischer Leiter fungiert Dirk Kaftan.

2019 zeigt man Jules Massnetes "Don Quichotte" (ab 18. Juli) sowie als große Produktion am See Giuseppe Verdis "Rigoletto" (ab 17. Juli), der dann auch 2020 weiter zu sehen sein wird.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren