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Kritik Grazer OperStrenges Debüt für "König Roger"

93 Jahre nach seiner Uraufführung hat es "König Roger" nach Graz geschafft. Die erste Aufführung der Oper von Karol Szymanowski ist auf freundlichen Beifall gestoßen: Die Inszenierung ist streng, die musikalische Umsetzung stimmig.

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Ringen ums Seelenheil: Kay Stiefermann als Roger und Andrzej Lampert als Hirte.
Ringen ums Seelenheil: Kay Stiefermann als Roger und Andrzej Lampert als Hirte. © Grazer Oper/Werner Kmetitsch
 

Dass Karol Szymanowskis „König Roger“ sich trotz seiner prächtigen Musik erst nach und nach durchsetzen konnte, liegt eventuell auch an seiner symbolistischen Handlung, an seiner opernuntypischen Figurenkonstellation und am exotischen Mystizismus, der das Stück durchzieht. Die 1926 uraufgeführte Oper holte das Fin de Siècle quasi mit der Verspätung eines Vierteljahrhunderts auf die Bühne. Regisseur Holger Müller-Brandes setzt dem Prunk der farbenreich schillernden Musik eine nachtschwarze Sinnsuche im Ödland entgegen.

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