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Kurzkritik Oper GrazWiederbelebte "Martha" bleibt blass

Früher eine der beliebtesten Opern überhaupt, ist "Martha" von Friedrich von Flotow sukzessive aus den Spielplänen verschwunden. Die durchwachsene Neuproduktion der Grazer Oper zeigt, warum das so ist.

Kim Lillian-Strebel und Ilker Aceryürek im Grazer Wiederbelebungsversuch für "Martha" © (c) Werner Kmetitsch
 

Die etwas biedere Oper von Friedrich von Flotow entspricht nicht mehr dem Zeitgeschmack. Auch die Aufnahme am Samstagabend in der Grazer Oper war eher freundlich als begeistert. Das lag auch daran, dass es im Orchestergraben nicht richtig zünden wollte. Dirigent Robin Engelen und die Grazer Philharmoniker bieten eine bestensfalls solide Performance.

Peter Lunds historisierende Regie bemüht sich um einen originellen Ansatz und besticht durch eine opulente Ausstattung und Liebe zum Detail. Doch seine Idee, einen Teil der Handlung ins Londoner Bethlem Royal Hospital, dem berühmtesten "Narrenhaus" der Geschichte, zu verlagern, kann letztlich nicht überzeugen. Auch wenn Lund dem Stück dadurch einige dunkle Facetten abgewinnt und das Happy End allerhöchstens Einbildung bleibt, wirkt der Ansatz recht gezwungen.

Durchwachsen auch die Besetzung, wobei Bass Peter Kellner als Plunkett die stärkste Darbietung abliefert, während das mit Spannung erwartete Hausdebüt von Tenor Ilker Arcayürek als Lyonel überraschend blass ausfiel.

"Martha" im Grazer Opernhaus. Weitere Aufführungen am 17. und  19. Jänner, 3. und 6. Februar, 3., 6., 15. und 29. März sowie am 4. und 11. April. www.oper-graz.com

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