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Filmkritik"Le jeune Ahmed": Der Jihad mitten in einer Kleinstadt

Beklemmendes Dokument: Jean-Pierre und Luc Dardenne erzählen in „Le jeune Ahmed“ von einem 13-Jährigen, der sich radikalisiert.

Die Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne dokumentieren in ihrem neuen Film eine Radikalisierung © Alamode
 

Dunkle, krause Locken, sanfter Blick, schmächtige Statur: Der 13-jährige Ahmed sieht auf den ersten Blick nicht so aus, als könnte er einer Fliege etwas zuleide tun. Er ist ein gewissenhafter Schüler. Und wenn sich die Lehrerin im Unterricht über ihn beugt, um ein Rechenbeispiel zu besprechen, hört er ihr zu. Als er später das Klassenzimmer verlässt, schüttelt er ihr nicht die Hand. Stattdessen sagt er: „Ich bin kein Kind mehr.“ Nachsatz: „Ein echter Muslim gibt Frauen nicht die Hand.“ Diesen Satz hat ihm sein Imam (Othmane Moumen) eingebläut. Er wird zum Ersatzvater.

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