Filmkritik"Smuggling Hendrix": Ein Hund im politischen Niemandsland

Unterhaltsame zyprische Tragikomödie, die komplex die soziale Dynamik der Weltpolitik im Kleinen widerspiegelt. Neu im Kino

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Dieser leichtfüßige Film ist auf den Hund gekommen © Filmladen
 

Bewertung: ***

Wer die Grenze der geteilten Insel Zypern mit einem Tier passieren möchte, benötigt die richtigen Dokumente und gute Nerven. Zwei Dinge, die Yiannis (Adam Bousdoukos) nicht hat. Kurzerhand beschließt der arbeitslose Musiker, seinen geliebten Hund Jimi durch die UN-Pufferzone vom türkischen in den griechischen Teil zu schmuggeln. Der in Nikosia geborene Marios Piperides erzählt anhand des politischen Konflikts in seiner Heimat eine universelle Geschichte über Bürokratiewahnsinn, tief sitzende Animositäten und gescheiterte Lebenspläne. Eine im Grunde traurige Geschichte, die der Regiedebütant mit viel Humor und Zynismus aufpeppt.

Das Resultat ist eine unterhaltsame Tragikomödie über die trennenden Gemeinsamkeiten von Griechen und Türken. Trotz klischeehafter Figuren und einer mauen Lovestory als dramaturgischen Kitt spiegelt die Handlung die komplexe soziale Dynamik der Weltpolitik im Kleinen wider.

 

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