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Film der Woche"Nevrland": Wie man die Angst überwindet

Harte Schnitte, treibende Beats: In „Nevrland“ erzählt Regisseur Gregor Schmidinger vom Mut, den es braucht, um man selbst zu werden.

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Simon Frühwirth
Starke Bilder, betörendes Spiel: Simon Frühwirth in Gregor Schmidingers ungewöhnlichem Coming-of-Age-Werk „Nevrland“ © Filmladen
 

Bewertung: ****

Jakob will demnächst studieren, vorerst aber hat er einen Aushilfsjob am Arbeitsplatz seines Vaters: Den ganzen Tag lang spritzt er scheinbar ungerührt frisch zersägte Schweinehälften ab. Erst zu Hause, in der tristen Furniergruft, die er sich mit dem überforderten Vater (Josef Hader) und einem senilen Großvater (Wolfgang Hübsch) teilt, wird offensichtlich, warum Jakob wirkt, als ob er auf dieser Welt nicht ganz zu Hause sei: Er leidet an einer schweren, von düsteren Wahnvorstellungen begleiteten Angststörung. Seine Nächte verbringt er mit Cruisen durch schwule Pornoseiten, erst als er bei einem Sex-Cam-Chat auf den Künstler Kristjan trifft und aus der virtuellen doch noch eine analoge Begegnung wird, scheint sich ihm ein Zugang in die Welt zu öffnen.

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