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Die ersten Filme sehenAls das Kino vor 125 Jahren nach Wien kam

Am 20. März 1896 fand die erste Filmvorführung hierzulande statt. Die Brüder Lumière enterten mit ihren Apparaturen die Stadt und Kaiser Franz Joseph I. war verzückt. Im digitalen Heimkino des Filmarchivs Austria kann man nun die ersten Filme nachsehen. Große Empfehlung!

Im Wiener Prater war vor 120 Jahren auch das Kino eine Institution © Filmarchiv
 

Der 20. März 1986 war ein Freitag. Einer, der hierzulande Geschichte schrieb. Kinogeschichte nämlich. Denn an diesem Tag enterten die ersten Laufbilder das Land. An der Ecke Kärntner Straße/Ecke Krugerstraße ratterten fortan die Apparaturen der Brüder Lumière. „Ah, c’est magnifique“, soll sogar Kaiser Franz Joseph I. gerufen haben, als er 1896 den Cinematographe besuchte. Großes Verzücken überall. Das 125-jährige Jubiläum findet hierzulande im Heimkino statt. Coronabedingt haben die Kinos weiter geschlossen.

Waren die "lebenden Photographien" anfangs vor allem auf Jahrmärkten und in Varietes zu finden, entstanden ab 1902 erste Kinogebäude in Wien. Und wenige Jahre später, 1906, gründete sich mit der Wiener Saturn-Film die erste heimische Filmproduktion. Die Kunstfilm-Industrie ward geboren, mit der Sascha-Filmfabrik folgte später das Erzählkino. 

Als das kann man nun zu Hause nachschauen. In der digitalen Ausstellung „125 Jahre Kino – Ein Fest der Schaulust“ des Filmarchivs Austria kann man bis 21. April mit wochenweise wechselndem Programm diese kurzen ersten Bewegtbilder der Brüder Auguste Marie Louis Nicolas und Louis Jean Lumière streamen. Programmleiter Florian Widegger beschreibt den allerersten Streifen "Arbeiter verlassen die Lumière-Werke" aus dem Jahr 1895 so: "Der Film, mit dem gewissermaßen alles seinen Anfang nahm. Während der Mittagspause strömen die (großteils) Arbeiterinnen aus der Lumière-Fabrik. Masse und Bewegung – Grundmotiv des Kinos". Straßen-, Karneval- oder Szenen von einfahrenden Zügen sind in vielen dieser ersten Arbeiten, die meist kürzer als eine Minute dauern, zu sehen.

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In fünf Kanälen kann man mit mehr als 100 Filmchen in die Anfänge des analogen Leinwand-Wunderlandes digital eintauchen und dabei auch den Geschichtenkosmos von Magier Georges Méliès, die wilden ersten Farbbilder voller Akrobaten und Schausteller oder die Wiener Erotikstreifen erleben. Was für ein großartiges Überbrückungsprogramm, bis wir auch endlich wieder an den Sehnsuchtsort Kino dürfen!

Infos zu Programm und Schau: www.filmarchiv.at

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