Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Filmfestspiele VenedigDer Kampf einer Frau im Kriegsspiel der Männer

Tilda Swinton wurde mit dem "Goldenen Löwen" ausgezeichnet. Und Regisseurin Jasmila Zbanic blickt mit ihrer österreichischen Koproduktion auf eines der verdrängten Traumata der jüngeren Geschichte: das Massaker von Srebrenica.

Tilda Swinton wurde mit dem "Goldenen Löwen" für ihr Lebenswerk ausgezeichnet © AFP
 

Eine Karriere? Sicherlich, und was für eine erstaunliche Ausnahmekarriere dazu. Schaut man durch Tilda Swintons Filmographie, stößt man auf eine spannende Mischung aus großen Studioproduktionen, Kinokunst und eigenwilligen Autorenfilmen – von ihren Anfängen mit dem britischen Avantgardisten Derek Jarman bis hin zu den Werken von Regie-Persönlichkeiten wie Luca Guadagnino, Wes Anderson und Jim Jarmusch. Und trotzdem: Als die Schottin, die in Venedig sichtlich bewegt mit einer Kino-liebenden Rede den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk entgegennahm, nach ihrer Karriere gefragt wird, zuckt sie lediglich mit den Schultern. „Ich interessiere mich nicht dafür“, sagte sie auf dem Filmfestival bei ihrer Masterclass, bei der sie persönliche Einblicke in ihr Schaffen gab. Die Filmschaffenden, mit denen sie zusammenarbeitet, seien alle enge Freunde. „Wir kochen zusammen, essen zusammen, machen die unsäglichsten Witze und wachsen zusammen auf“, erklärte sie. Die Brüderschaft komme zuerst und aus dieser Brüderschaft entstünden die Filme.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.