Egyd Gstättner denkt querDie Gesellschaft demaskiert sich

Egyd Gstättner über die entlarvende Kluft zwischen den „Vollimpfis“ und den „Niximpfis“.

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© Pismestrovic
 

Ende vorletzten Jahres war es Mode geworden, das „verfluchte Seuchenjahr“ 2020 ostentativ zu beschimpfen. (2020 hat nicht reagiert, 6200 Coronatote hinterlassen und ist vorübergegangen). Dann kam 2021 und mit ihm die lang ersehnte Impfung (lang ersehnt allerdings nur von der Politik, der Wissenschaft, den Medien und etwa 65 Prozent der – hauptsächlich älteren – Bevölkerung unter besonderer Berücksichtigung der Bürgermeister*innen. In meinem kleinen Märchenbuch der Wirklichkeit, das mir gerade vorschwebt, werde ich sie die Vollimpfis nennen. Der andere, wohl wesentlich kleinere Teil verweigerte teils aus nachvollziehbaren, teils aus nicht nachvollziehbaren Motiven die Impfung: die Niximpfis. Und während 2020 die Bevölkerung wenn auch gelockdownt in Hausarrest und Quarantäne in apokalyptischer Panik vereint war, ist sie nun gespalten und auch real auseinanderdividiert wie noch nie in der Zweiten Republik. Die Risse gehen quer durch Familienverbände, die Spaltungen haben engste Freundschaften zerbrochen: Es herrscht – neben Chaos und Kopfschütteln – das tiefste Misstrauen gegen die Politik, die Medien, die Wissenschaft – und den anderen Teil der Bevölkerung.

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