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100 Jahre Kärntner VolksabstimmungGlanzvolle und düstere Spiegelbilder eines Landes

Kärnten von A bis Z: Die Klagenfurter Stadtgalerie lässt Kärntens Geschichte nach 1920 kritisch-assoziativ und mit zum Teil spannenden Fundstücken Revue passieren.

Ein Karawankenbär steht am Beginn der Ausstellung in der Stadtgalerie © Markus Traussnig
 

Ein fröhliches Trachtenpärchen, gemalt von Egon Wucherer, bewirbt derzeit eine Klagenfurter Ausstellung, die das Zeug zum Publikumsmagneten hat. Unweit des Stadttheaters, wo am Donnerstagabend sein Theaterstück „Servus Srečno Kärntenpark“ Premiere feierte, hat Bernd Liepold-Mosser in der Stadtgalerie einen spannenden Streifzug durch 100 Jahre Kärntner Geschichte gestaltet. Ziel der zweisprachig Schau mit dem Titel „Kärnten/Koroška von A bis Ž“ sei es, „die eingeübten Perspektiven auf das Land kenntlich und für die kritische Reflexion zugänglich zu machen“, so der Kurator.
Was damit gemeint ist, wird bereits im ersten Raum evident, wo gleich nach dem Abwehrkampf das politisch hochbrisante Bärental abgehandelt wird, samt ausgestopftem Karawankenbär und dem kleinen „Jörgi-bären“, beide übrigens Leihgaben des Landesmuseums.
Zentrale Themen der Schau sind, wie nicht anders zu erwarten, Identität und Heimat, präsent etwa in Gemälden von Werner Berg und Switbert Lobisser. Gleich ums Eck hängt das wertvollste von zahlreichen Kunstwerken, die sich in Petersburger Hängung übereinander türmen: eine Ulrichsberg-Ansicht von Herbert Boeckl.

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