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MusiktheaterpreisPlácido Domingo erhält Preis für sein Lebenswerk

Vor 45 Jahren debütierte der spanische Opernstar bei den Salzburger Festspielen. Nun erhält Plácido Domingo den Sonderpreis für sein Lebenswerk beim Österreichischen Musiktheaterpreis.

Wird am 6. August in Salzburg ausgezeichnet: Placido Domingo © AP
 

Plácido Domingo (79) wird im Rahmen des Österreichischen Musiktheaterpreises 2020 mit dem Sonderpreis für sein Lebenswerk geehrt. Das teilten die Veranstalter am Sonntag mit. Die Verleihung findet am 6. August am Salzburger Flughafen statt.

"Mit großer Freude habe ich die Nachricht erhalten, dass mir der Österreichische Musiktheaterpreis für meine Karriere verliehen wird! Noch größer ist die Freude, ihn im Jubiläumsjahr der Salzburger Festspiele, genau 45 Jahre nach meinem Debüt in Salzburg, zu erhalten", wird Domingo in der Aussendung zitiert. "Es ist ein so heikler Moment in der Geschichte für uns alle, für unsere Gesundheit und für die Gesundheit der ganzen Welt. Die Botschaft des Österreichischen Musiktheaterpreises ist einfach wunderbar: Die Förderung der Kunst und insbesondere der Musik ist wichtig, um die Energie für einen Neuanfang zu gewinnen", so der kürzlich an Covid-19 erkrankte und mittlerweile genesene Künstler.

"Plácido Domingo ist zweifellos einer der größten Künstler unserer Zeit. Mit über 4.050 Auftritten ist der Tenor ein Kulturbotschafter, der seinesgleichen sucht. Neben einer beispiellosen Karriere hat sich Domingo als Initiator mehrerer Gesangswettbewerbe und Förderprogramme auch in der Nachwuchsförderung verdient gemacht. Es ist mir eine große Freude und Ehre, ihn in der Stadt auszuzeichnen, in der er vor 45 Jahren sein Debüt bei den Festspielen feierte", streut Initiator Karl-Michael Ebner dem Ausgezeichneten Rosen.

Zu den für ihr Lebenswerk gewürdigten Künstlern beim Österreichischen Musiktheaterpreis zählen Startenor René Kollo, Grace Bumbry, Zubin Mehta und Neil Shicoff. In der heurigen Ausgabe in Salzburg kürt eine Fachjury Preisträger aus den 49 Nominierten in 15 Kategorien.

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Danke für Ihr Verständnis.

hermannsteinacher
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War ein sehr guter Tenor,

ist ein leidlicher Dirigent
aber ein schwacher Bariton.

Lodengrün
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Er war nie Bariton

er sang die Rollen, mit Tenorstimme! Und wenn man das gut verkauft gehen die Leute auch in diese shows.

Ka.Huber
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ein verdienter Preisträger...

Kleine Zeitung:
Im August hatte die US-Nachrichtenagentur Associated Press Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den gefeierten Opernsänger publik gemacht. Insgesamt etwa 20 Frauen haben Domingo mittlerweile vorgeworfen, ihnen Küsse aufgezwungen, sie begrapscht oder ohne ihr Einverständnis gestreichelt zu haben.

Die Fälle reichen bis in die 1980er-Jahre zurück. Medienberichten zufolge blieb Domingos Verhalten lange folgenlos, weil er als einer der größten Opernstars der Welt unantastbar schien. Domingo hatte die Vorwürfe zunächst zurückgewiesen und versichert, dass all seine sexuellen Beziehungen und Handlungen "immer willkommen und einvernehmlich" gewesen seien."