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Honorare im MusikbetriebDie Crux mit den Gagen: Von 7,50 bis 50.000 Euro

Corona hat die ohnehin prekäre Lage vieler Kulturschaffender verschärft. Das gilt auch für Orchestermusiker und Sänger, vor allem für freie.

Speziell für freie Orchestermusiker hängt der Himmel ganz und gar nicht voller Geigen, und das nicht erst seit Corona © Fritz Russ
 

Ein Artikel in der Kleinen Zeitung gab Anstoß zu einer Honorardebatte, die nun im Haus styriarte intensiv weitergeführt wird. Auch öffentlich: Wie berichtet, hat das von Mathis Huber geleitete Festival in seinem Online-Blog ein Diskussionsforum zum Thema geöffnet.

Offenbar haben die Coronakrise und ihre finanziellen Folgen atmosphärische Störungen verstärkt und grundsätzliche Probleme offengelegt. Ein latentes ist die Bezahlung. Es gibt ja zwei hartnäckige Klischees über Musikerinnen und Musiker: Sie würden abends ihr Hobby ausüben und tagsüber anderes machen. Dabei ist ihre Arbeit oft Knochenarbeit. Gerade Orchestermusiker müssen die Ausdauer eines Langstreckenläufers mit der Technik des Feinmechanikers kombinieren.

Das andere Extrem: Viele glauben, die Tätigkeit als Orchestermusiker sei gut bezahlt. Aber in Österreich sind nur die Wiener Philharmoniker ausgezeichnet entlohnt, und die zählen zu den drei, vier Top-Orchestern der Welt. Als Musiker der Grazer Oper liegt man eher im unteren Drittel des Spektrums (siehe Kasten).

Während Fixangestellte zuletzt auch dank der Kurzarbeit über die Runden kamen, entfallen solche Sicherheitsnetze bei Freien: Alle sitzen im selben Boot – die freien Musiker aber noch ein Deck tiefer. Dort hangelt man sich oft von einem Auftrag zum nächsten. Das Grazer Orchester recreation, Gegenstand der aktuellen Debatte, besteht aus solchen Musikern, die für Einzelengagements je ein paar Hundert Euro erhalten. Nicht, weil der Veranstalter so knausrig ist, sondern weil in diesem Bereich wenig Geld im Umlauf ist. Aber man hört doch einiges an Missstimmung, zumindest ein Teil des Orchesters findet sich zu wenig wertgeschätzt.

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Danke für Ihr Verständnis.

lucie24
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2000 - 6500 Euro

Hört sich für mich nicht nach einem Hungerlohn an.

altbayer
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Karten


Irgendwo muss das Geld der Eintrittskartwn dann ja verschwinden. Für die Kulturstätten kommt sowieso schon vom Steuerzahler auf.
Wenn das Geld der Eintrittskarten nicht beim coronagebeutelten Eventmanager verschwindet, müssen höhere Ticketpreise verlangt werden, damit die Bezahlung passt.

pregwerner
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Arzt zu Musiker...

Sagt ein Arzt zu einen Musiker: "Herr Nowrotky, ich habe eine schlechte Nachricht für Sie: Sie leiden an einer sehr schweren Krankheit und werden nur noch 3 Monate leben!"
Daraufhin der Musiker: "Wovon denn bitte?"