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CoronavirusGrazer Theater beraten über weitere Vorgangsweise, Designmonat abgesagt

An den Grazer Bühnen ist der Probenbetrieb stillgelegt worden. Gearbeitet wird dennoch: An den Plänen für die Zeit nach Corona, will man doch nach Ende der Zwangspause so schnell wie möglich wieder auf die Beine kommen. Der Designmonat wurde unterdessen definitiv abgesagt.

Im Grazer Schauspielhaus sind auch die Proben abgesagt © Jürgen Fuchs
 

Die Coronavirus-Krise hat sich auch auf die Theater ausgewirkt. Die Bühnen Graz mit Schauspielhaus, Oper und Kindertheater Next Liberty sind derzeit am Beraten, wie der Betrieb in nächster Zeit laufen soll. Bis 3. April sind die Vorstellungen abgesagt, auch der Probenbetrieb wurde eingestellt.

"Ein leeres Theater ist ein trauriger Anblick. Besonders in einer Spielzeit, in der wir einen überwältigenden Publikumszuspruch erlebt haben. Ein leeres Theater soll aber nicht der Ausblick für die Zukunft bleiben. Daher planen mein Team und ich - mit Hilfe von allen digitalen Kommunikationsmitteln - den Spielplan für nächste Saison", erklärt Schauspiel-Intendantin Iris Laufenberg. "Berücksichtigt werden dabei unter anderem vier bereits weit geprobte Stücke der laufenden Spielzeit - Shakespeares "Macbeth", Thomas Köcks "dritte republik", die Bürgerinnenbühne "Zuhause ist ein Bauchgefühl" sowie die "Sterntagebücher" von Stanislaw Lem. All diese Stücke könnten binnen vier Wochen, sobald wir wieder proben dürfen, Premiere feiern", betonte Laufenberg.

In der Oper musste die Premiere von "Die Passagierin" von Mieczyslaw Weinberg abgesagt werden. Die Absage hat auch das umfangreiche Rahmenprogramm betroffen, wie beispielsweise die Verlegung von Stolpersteinen vor dem Opernhaus. Im Umfeld dieser Oper hätte auch eine konzertante Aufführung mit dem Titel "Und Friede auf Erden" mit Musik von Arnold Schönberg und Igor Strawinsky stattfinden sollen, die nun ersatzlos gestrichen wurde. Das Ballett "Zum Sterben zu schön", das am 22. März Premiere gehabt hätte, könnte zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

"Wir unterstützen die Maßnahmen der Bundesregierung. Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stellen so gut es geht auf Homeoffice um. Die notwendige Kommunikation erfolgt in einem Kernteam von vier bis fünf Personen, die über Internet und Telefon erfolgt", schilderte Next Liberty-Intendant Michael Schilhan den Umgang mit der Situation.

Designmonat abgesagt

Foto © Designmonat/KK

Der Grazer Designmonat 2020 ist am Dienstag (17. März) wegen des Coronavirus abgesagt worden. Das Festival der Creative Industries Styria hätte von 8. Mai bis 7. Juni stattfinden sollen. Einzelne Ausstellungen und Projekte, die in ihrer Planung und Vorbereitung schon sehr weit gediehen waren, sollen im Designmonat Graz 2021 präsentiert werden, hieß es in einer Aussendung.

Gleiches gelte für den geplanten Programmfokus "Better future", der durch die aktuellen Ereignisse umso mehr Relevanz erhalte. Die Creative Industries Styria sei derzeit im Einsatz, um die Unternehmen der steirischen Kreativwirtschaft mit den aktuellsten Informationen zu Förderungen und Unterstützungen zu versorgen und stehen dazu online auch für Fragen zur Verfügung.

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