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Streit ums BurgtheaterErmittlungen eingestellt, Matthias Hartmanns Anwalt hofft auf "zufriedenstellende Einigung"

In dem seit langem während Konflikt um die Entlassung des früheren Burgtehater-Chefs Matthias Hartmann könnte es noch diese Woche zu einem Vergleich kommen.

FOTOTERMIN BEI DEN PROBEARBEITEN ZU SCHILLERS 'DIE RAeUBER':  HARTMANN
Ex-Burgchef Matthias Hartmann © APA/BARBARA GINDL
 

Mit dem morgigen Tag werden die zivilgerichtlichen Streitigkeiten zwischen dem Burgtheater und dessen Ex-Direktor Matthias Hartmann aller Voraussicht nach bereinigt sein. Durch den geplanten Vergleich werden die anhängigen Verfahren beendet.

"Nachdem die Unschuld Herrn Hartmanns durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nun endlich in allen Punkten bestätigt wurde, muss das Ziel sein, dass mein Mandant den materiellen Schaden aus der nun erwiesenermaßen unberechtigten Entlassung vollständig ersetzt bekommt", heißt es vonseiten Hartmanns Anwalt Peter Vogl. "Wir sind guter Dinge, morgen eine zufriedenstellende Einigung mit dem Burgtheater zu erzielen."

Das Wiener Burgtheater: Und seine Direktoren

Der Kärntner Martin Kušej war stets einer der Top-Favoriten auf die Nachfolge von Karin Bergmann als Burgchef.

Gert Eggenberger

Kulturminister Thomas Drozda mit dem künftigen Burgtheater-Intendanten am Freitagvormittag in Wien.

Ute Baumhackl
APA/Hans Punz

Seine neue Aufgabe beginnt 2019.

Der Wolfsberger Kušej, hier mit Tobias Moretti 2004, ist seit 2011 Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels in München. Dazu zählen das Residenz- und das Cuvilliéstheater sowie der Marstall.

GEPA

Der neue Burgtheater-Direktor folgt auf Karin Bergmann. Sie leitet das Haus am Ring seit 2014.

APA

Der Osnabrücker Matthias Hartmann war von 2009 bis 2014 Intendant. Nach Unregelmäßigkeiten in der Buchführung wurde er von Kulturminister Josef Ostermayer seines Amtes enthoben. Gegen seine Entlassung will Hartmann gerichtlich vorgehen.

APA/Gindl

Klaus Bachler leitete die Geschicke an der Burg von 1999 bis 2009. Seither ist der Steirer Intendant an der Bayerischen Staatsoper. Bachler wollte damals Kusej als seinen Nachfolger in Wien.

APA

Claus Peymann war der schillerndste Burgherr (1986 - 1999) seit dem Zweiten Weltkrieg. Am 7. Juni wurde der Bremer 80 Jahre alt.

AP

Der Magdeburger Achim Benning war von 1976 bis 1986 Direktor des Burgtheaters.

Votava

Gerhard Klingenberg, der Vater von Regisseur Reinhard Schwabenitzky, war von 1971 bis 1976 Burgherr.

APA/Punz
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Damit werden gegen den im März 2014 wegen des Finanzskandals entlassenen Burgtheater-Direktor nun also auch die letzten Ermittlungen wegen möglichen Abgabenhinterziehungen eingestellt. Den Großteil der Ermittlungen - sie betrafen den Verdacht der Untreue, Bilanzfälschung oder grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen - stellte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft schon im Dezember 2017 ein. Sie waren 2014 aufgenommen worden, nachdem der damalige Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) den Burgtheater-Direktor fristlos entlassen hatte.

Auch gegen den früheren Aufsichtsratschef Georg Springer war ermittelt worden, aber strafrechtlich nichts übrig geblieben. Weiter ermittelt wird nur noch gegen die ehemalige kaufmännische Geschäftsführerin Sylvia Stantejsky, wegen des Verdachts der Untreue und der Bilanzfälschung.

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