Salzburger Festspiele 2018Heute zweiter Einsatz für bejubelten Hochmair

Der "Jedermann"-Einspringer wird von den Kritikern gefeiert. Zum Gesundheitszustand von Tobias Moretti gibt es offiziell nichts Neues.

Philipp Hochmair nach dem Schlussapplaus
Philipp Hochmair nach dem Schlussapplaus © APA/BARBARA GINDL
 

Die Kritiker sind begeistert. Und Philipp Hochmair, der nach seinem fulminanten Einspringen bereits als potenzieller Jedermann für das Jubiläums-Jahr 2020 ins Spiel gebracht wird, bekommt zumindest heute, Samstag, um 17 Uhr, eine weitere Chance, auf dem Domplatz ein Adrenalinbad zu nehmen. Laut Pressebüro der Salzburger Festspiels verkörpert er auch heute die Titelfigur in Hofmannsthals Stück.

Bis auf Weiteres spielt Hochmair

Zum Gesundheitszustand von Tobias Moretti, dem quasi originalen Jedermann der Inszenierung von Michael Sturminger, gab es heute keine Auskunft und auch keine Prognose. "Bis auf weiteres" werde die Rolle von Hochmair verkörpert. Dieser darf sich über phänomenales Presse-Echo freuen. Von einer "echten Sensation" und einem Himmelfahrtskommando mit grandiosem Ergebnis ist im "Kurier" auf der Titelseite zu lesen. "Er gab keineswegs eine Kopie von Tobias Moretti ab, der den 'Jedermann' eher als lebensgelangweilten Dandy zeigt. Hochmair spielt gierig, abgründig, manchmal teuflisch, dann wieder hat es den Eindruck, er würde gleich ein Achtel Blut schwitzen", heißt es dann im Blattinneren.

Reaktionen der Presse

Mit Hochmair sei der "Jedermann" "endgültig im Popzeitalter angekommen", befindet "Die Presse". Als "selbstbewusster Vierziger" biete er all das, "was man von einem modernen Jedermann erwartet". Er empfehle sich "als Identifikationsfigur für die jüngere Erfolgsgeneration - und als Jubiläums-Jedermann für 2020". Genau sah die Kulturchefin der "Salzburger Nachrichten" hin: "Philipp Hochmair blieb strikt bei dem, was er längst intus hatte: Hofmannsthals Original. Diesem fielen die Um- und Hinzudichtungen von Moretti/Sturminger zum Opfer (...) Wie ein frecher, ungehobelter Lebemann hadert er mit seiner weisen, frommen Mutter. Mit kreischendem Juchzer nähert er sich seiner Buhlschaft, die er herzhaft küsst. Wütend verkündet er seiner Tischgesellschaft, dass er sie alle kaufen könnte. Angststarr hört er den Tod kommen. Freilich: Die Stimmungswandel sind oft zu abrupt. Das Zusammenspiel in Szenen ist oft holprig oder nicht vorhanden. Einsam wirkt dieser Jedermann in der Tischgesellschaft nicht, weil er es so spielt, sondern weil es schwierig ist, sich in so komplexe Szenen einzuklinken." Doch insgesamt schaffe Hochmair die Aufgabe "bravourös, weil er sich mit Wagemut und Verve darauf einlässt".

Jedermann in Salzburg: Standing Ovations für Einspringer Hochmaier

Die Erleichterung war groß: Nicht einmal zwei Tage hatte Philipp Hochmair, um sich auf den "Jedermann" vorzubereiten.

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Er war kurzfristig für den an Lungenentzündung erkrankten Tobias Moretti eingesprungen.

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Seit 1920 ist es übrigens erst ein Mal vorgekommen, dass ein amtierender Jedermann ausgefallen ist.

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In Salzburg war Philipp Hochmair 2013 (hier mit "Glaube" Johannes Silberschneider) schon in der Jedermann-Solo-Version in der Regie von Bastian Kraft aufgetreten. Sein "Jedermann reloaded", die Rockversion des Mysterienspiels von Hugo von Hofmannsthal, ist eines von vier Soloprogrammen.

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Durch seine Rolle als mörderischer Minister Dr. Joachim Schnitzler in den "Vorstadtweibern" ist der 44-Jährige auch jenen ein Begriff, die eher selten ins Theater gehen.

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Die Übung gelang: "Eine der ungewöhnlichsten Vorstellungen in der Geschichte der Salzburger Festspiele", urteilten die Salzburger Nachrichten.

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Von "stehenden Ovationen für einen Jedermann, wie man ihn bisher noch nie gesehen hat" war auf orf.at zu lesen.

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Danke für Ihr Verständnis.

burgring0
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Motette ist ein guter Schauspieler

...aber als Jedermann hat er mir nicht gefallen!

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burgring0
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Pardon:

„Moretti „

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plolin
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Motette?

??

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