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PublikumspreisÖ 1-Porträt "Gehört, gesehen" ist der beliebteste Film der Diagonale

Ein freundlich-kritisches Porträt des Kultursenders, zugleich eine Liebeserklärung ans Radio: Mit dem Publikumspreis für die Doku "Gehört, gesehen" fand die Diagonale am Sonntag einen formvollendeten Abschluss.

Publikumssieger: David Paede, Jakob Brossmann mit "Gehört gesehen" © Diagonale/Miriam Raneburger
 

Er gilt als der erfolgreichste Kultursender Europas - aber wie geht es hinter den Kulissen von Ö1 zu? Das Regieduo David Paede und Jakob Brossmann hat das Geschehen im legendären Funkhaus in der Wiener Argentinierstraße drei Jahre lang mit der Kamera begleitet - und daraus einen pointierten "Radiofilm" gemacht, der nicht nur die sonst unsichtbaren Vorgänge in den Aufnahmestudios und an den Mischpulten ins Bild rückt, sondern auch die Veränderungsprozesse in Zeichen von Sparprogrammen und Digitalisierung. Inklusive der Diskussionen, die das hinter den Kulissen auslöst. Und auch inklusive des  - auch für den Qualitätsjournalismus a la Ö1 durchaus bedrohliche - Gezerres, das es derzeit politisch um den ORF gibt.

Ö1: Mirjam Jessa beim Einsprechen einer Moderation
Hinter den Kulissen von Ö1: Mirjam Jessa beim Einsprechen einer Moderation Foto © Gehört Gesehen

Der von der Kritik gefeierte Film hat auch beim Publikum eingeschlagen: Sonntag Abend wurde, nach Auswertung von 1500 abgegebenen Stimmkarten, bekannt, wer den von der Kleinen Zeitung gestifteten und  mit 3000 Euro dotierten Preis erhält: "Gehört, gesehen" ist der  Publikumssieger dieser Diagonale. Direkt nach der Bekanntgabe wurde der Film im Grazer Schubertkino vor vollem Haus als Überraschungsfilm gezeigt.

Ein mehr als verdienter Gewinner, für den die beiden Regisseure das Material von 56 Drehtagen auf 90 Minuten verdichtet haben. Herausgekommen ist ein kluger, witziger und erstaunlich sinnlicher Film, der nicht nur Fans von Ö1 unterhalten wird. Vormerken: Kinostart ist der 24. Mai.

Kommentare (3)

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alwin
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Ö1 ist

eine Rechtfertigung für Gebühren. Bald die einzige?

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paulrandig
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Nicht ganz egal, was mit dem Rest des ORF passiert,...

...aber unwichtig im Kontrast zu Ö1. Ich kenne keinen Sender, der mir so am Herzen liegt. Ein großes Kleinod, eine kleine Großartigkeit.
Andere Sender dringen bei mir gar nicht bis ins Hirn vor, belästigen einfach nur meinen Sinn für akustische Ästhetik. Ö1 ist ein Gesprächspartner der gehobenen Stufe, ein Elitepartner für die Ohren.

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kropfrob
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Ab dem zweiten Satz ...

... kann ich nur voll und ganz zustimmen. Aber für Ö1 ist es nicht unwichtig, was mit dem Rest des ORF passiert. Denn wenn z.B. die sogenannten "Zwangsgebühren" fallen, dann sind zweierlei Sendeschemata sehr gefährdet: 1. Alle jene, die keine Einnahmen (durch Werbung) genierieren (also Ö1 und ORF III) und 2. alle jene, die es sich erlauben, Tatsachen kritisch zu hinterfragen, sodass es dem neuen Geldverteiler (= Regierung) nicht genehme ist (also Ö1 und Teile von ORF 2).

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