Filmfestival in GrazDiagonale: Drei Filmtipps für den Donnerstag

Was Sie im dichten Diagonale-Programm am Donnerstag nicht versäumen dürfen. Drei Empfehlungen für den Tag.

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Geyrhalter Erde
Diese Menschen in den Srapern versetzen in der kalifornischen Wüste Berge © Geyrhalter
 

Erde

In seinem neuen, bei der Berlinale preisgekröntem Dokumentarfilm "Erde" verhandelt Filmemacher, Kameramann und Produzent Nikolaus Geyrhalter das Größenverhältnis zwischen Mensch und Maschine. Ausgangspunkt: Menschen bewegen täglich 156 Millionen Tonnen Erde, doppelt so viel selbst wie die Natur selbst. Geyrhalter belegt wieder einmal, dass er ein interessanter Erzähler, präziser, aber realistischer Beobachter und hervorragender Zuhörer und Interviewer ist. Er zeigt sieben aufsehenerregende Orte, an denen Menschen Narben in der Natur hinterlassen haben,  wie eine Riesenbaustelle in der kalifornischen Wüste, ein Braunkohlekraftwerk in Ungarn oder einen Marmorsteinbruch in Italien. Dort sagt ein Arbeiter poetisch reflektierte Sätze wie diese in die Kamera: "Wir bearbeiten mit unseren Händen dieses Material, dass vor uns noch niemand berührt hat." Packende Bildgewalt.

Erde im Kino

Donnerstag, 18 Uhr KIZ Royal.
Samstag, 15.30 Uhr, UCI Annenhof.
Alle Infos zum Film.

 

Street Cinema Graz

Das Format, das wie ein Überraschungsei ist. Sehr charmante Filmwanderung des Street Cinema Vereins Graz. Abends ab 20 Uhr marschieren Cineasten zu entlegenden Ecken oder leerstehenden Gebäuden. Auf die grauen Mauern werden Kurzfilme oder Videos heimischer Filmemacher projiziert. Thema der heurigen Street-Cinema-Show: „Keine Rosen ohne Dornen“ - als Schwerpunkt des Diagonale-Themas „Über-Bilder: Projizierte Weiblichkeit(en)“. Zuschauer werden an Orte entführt, die für die Grazer Frauengeschichte prägend waren. Warme Kleidung empfohlen. Und pünktlich erscheinen.

Street Cinema Graz

Treffpunkt 20Uhr : Kapelle Johannes Nepomuk, Europaratweg (einfach durchs Paulustor hindurch, hinter der Eichkatzl Stubn befindet sich die kleine Kapelle)
Ende ca 22Uhr am Tummelplatz

Danach: Ausklang im Cafe Mild.

To The Night

Er ist einer der eigenwilligsten Filmemacher des Landes: Peter Brunner. Der einstige Schüler von Michael Haneke wurde für seine Arbeiten auf diversen A-Festivals mehrfach ausgezeichnet. Bei der Diagonale feiert nun sein erster englischsprachiger Film Premiere. Brunner erzählt die Geschichte von Norman (Caleb Landry Jones), der nicht so recht weiß, wie er leben soll. Der Feuertod seiner Eltern verfolgt den exzessiven, obsessiven Künstler. Ständig überschreitet er Grenzen, seine Geschichte verfolgt ihn körperlich. Was der Regisseur dazu sagt: "Mir geht es um ein elementares und ekstatisches Fühlen". Das gilt als garantiert.

To The Night

Donnerstag, 21.15 Uhr, KIZ Royal

Samstag, 14 Uhr, UCI Annenhof 6
Die Details zum Film.

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