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KurzerzählungenSimon Beckett als Märchenonkel

Simon Beckett, Englands Leichenlieferant Nummer eins, legt ein Bändchen mit Kurzgeschichten vor. Nett, niedlich, märchenhaft.

Nette Fingerübungen: Simon Beckett © Rowohlt
 

Mit dem Forensiker David Hunter brachte es der Brite Simon Beckett zu Millionen-Auflagen, auch er selbst durfte in den Club der Millionäre eintreten. Aber Beckett gönnt sich auch immer wieder Abstecher in andere Genres und gönnt seinem Parade-Protagonisten Verschnaufpausen. Das ist auch gut so, denn mitunter schien sich der Verwesungsgeruch rund um Mister Hunter auch auf die Romane auszubreiten.

Gebrüder Grimm grüßen

In den Wochen des Lockdowns in Großbritannien durchforstete Simon Beckett die Schubladen seines Schreibtisches und stieß auf einige Erzählungen, zum Teil aus frühen Schaffensjahren. Drei davon liegen nun in einem recht schmalen Bändchen vor, ausgewiesen als "dunkle Geschichten" unter dem Sammeltitel "Versteckt". Man könnte diese Gehversuche in einem neuen Genre durchaus als Bagatellen abtun, zumal eine Story nur knapp vier Seiten umfasst und ziemlich verkrampft nach einer Pointe fahndet. Und in der Geschichte "Mutter Gans" nimmt Beckett sogar Anleihen bei einem Märchen der Gebrüder Grimm. Um welches es sich handelt, kann hier natürlich nicht verraten werden. Die Story ist nicht unoriginell, aber das Ende ist ziemlich vorhersehbar.

Simon Beckett. Versteckt. Dunkle Geschichten. Rowohlt, 144 Seiten, 10,30 Euro.

 

 

 

 

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