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Debütroman Lisa Eckhart: Gar nicht lieb, diese Omama

Mit ihrem bitterbösen Debütroman „Omama“ zerschlägt Lisa Eckhart sprachmächtig das Klischee der herzallerliebsten Großmutter.

Die Kabarettistin und Schriftstellerin Lisa Eckhart
Die Kabarettistin und Schriftstellerin Lisa Eckhart © ORF
 

Das aufgeregte Drumherum droht das aufregende Innendrinnen zu verdecken. Und das wäre schade! Drumherum wird eifrig über Antisemitismus-Vorwürfe gegen die Kabarettistin Lisa Eckhart und eine damit verbundene Ausladung von einem Hamburger Literaturfestival nach Eskalationsdrohungen der „linken Szene“ diskutiert. Innen drinnen gilt es, vom Debütroman dieser ebenso polarisierenden wie hoch talentierten (Sprach-)Künstlerin zu berichten.

Kommentare (5)

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zweigerl
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Ist diese Rabiatprosa kabarettistisch gemeint?

Dann wäre sie nur ein potenziertes Revival des sich zu Tode geschriebenen "Antiheimatromans" und schwömme auf der Corona-Welle "Alt sein ist kein Privileg!". Mutmaßlich wurde diese Oma-Philippika angestiftet von der eigenen Oma-Tussi, die's wohl auch gibt und die die Großmütter im urbanen Lifestyle-Segment von heute vorweggenommen hat: Sich auf "for ever young" schminken und auf die Straße demonstrieren gehen. Dazu ein Gegenbild: Meine Oma selig war so sparsam, dass sie kein Papierl ungenutzt ließ, die feinsten Gemüsesuppen kochte und ein Inbild der persönlichen Bescheidenheit war. Lang ist's her? Nun: 30 Jahre. Seitdem ist die Welt eine andere geworden. In der heutigen Ausgabe drückte Ernst Sittinger die Reset-Taste für eine neue Bescheidenheit mit seinem fulminanten Essay über den (sozialdemokratischen) "Vollkasko-Staat". Das große Erwachen ist unterwegs...

langsamdenker
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Da gabs auch so ein Umweltborstentier-Lied vom öffentlich-rechtlichen Kinderchor.

Ist das das neue "Links"? Sind jetzt nimma die gierschlundigen Kapitalisten die Subjekte der linken Begierden, sondern die Omas?

Da macht man ja als protourbaner, progressiv Mittiger vor Freude einen Schluck aus dem biologisch abbaubaren Cappuccino-Becher, streut Himalaya-Salz auf das Bio-Ei von glücklichen Hühnern aus Deutschland und beißt sich am selbstgebackenen Bauernbrot einen Zahn aus.

Nihiltimeo
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Kein Klischee !

Die überwiegende Mehrzahl der Großmütter entsprechen dem „Klischee“.
Wer das nicht erlebt hat, den bedaure ich. Offensichtlich zählt die Autorin dazu....

lichtenberger
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Omama

Nicht alle Omas, Opas, Papas und Muttis sind lieb, alles andere zu behaupten ist Heuchelei und über diese macht sich die Autorin lustig. Das wird die Gesellschaft wohl aushalten ,ohne über diese tolle Frau herzufallen.




langsamdenker
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@lichtenberger

Leider kann ich bei dem von Eckhart gewählten Thema überhaupt keine gesellschaftliche Brisanz entdecken. Omas vom Podest stoßen, boah eh wenn das kein heißes Eisen ist, dann halt nicht.
Frau Jelinek schreibt jedes Jahr so ein Buch. Hat das was mit der Mur-Mürz-Region zu tun?