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Krimi des MonatsSara Paretsky zerlegt scheinheilige Fassaden

Sara Paretsky holt mit „Altlasten“ nicht nur Polit-Leichen aus dem Keller. Sie zeigt ziestrebig und brisant die Verseuchten Staaten von Amerika, in denen auch der Rassismus nach wie vor kaum Grenzen kennt. Hochbrisant.

Schonungslos und entlarvend: Sara Paretsky (73) © 
 

Eigentlich ist es schon seltsam. In den USA ist Sara Paretsky (73) seit Jahrzehnten eine der unbequemsten, aber auch wichtigsten und polulärsten Krimi-Autorinnen, die stets dorthin geht, wo es den verlogenen weißen US-Bürgern und Politikern sehr weh tun müsste. Mit der feministischen Ermittlerin V. I. Warshawski revolutionierte sie zudem vor rund 40 Jahren das doch recht männerlastige Genre. Ihre Protagonistin ist, deckungsgleich mit ihrer Erfinderin, zudem eine enorm engagierte Bürgerechtskämpferin, die gegen die wieder hochaktiven Rassisten auf die Barrikaden steigt.
So bekommt ihr 2017 entstandener Roman „Altlasten“ derzeit durch die großen Rassenunruhen zusätzliche Brisanz und Aktualität; zudem erklärte Präsident Trump, dass die Antifaschisten in Wahrheit Terroristen seien. Ein wichtiges Werk zur richtigen, rechten Zeit.

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