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JahresrückblickLydia Mischkulnig: Vor und zurück, Spiel der Zeit

Die Würfel sind gefallen, jetzt lassen wir das Jahr mit dem „Gänsespiel“ Revue passieren. Dort steckt viel drinnen: Angst, Weltuntergang, aber auch Liebe und Kultur.

Die Schriftstellerin Lydia Mischkulnig
Die Schriftstellerin Lydia Mischkulnig © (c) APA/ROBERT JAEGER
 

Das „Gänsespiel“ ist sehr alt, stammt aus dem sechzehnten Jahrhundert und hatte Vorläufer in der ägyptischen Antike und bei den Mandalas der Buddhisten. Die Spielmechanik als Erzählstruktur. Jeder kann sie benützen und das Brettspiel auf den banalen Küchenboden legen und Mitspieler dazu einladen. Design und Narrativ füllen die Struktur. Die Regeln sind so banal, dass das Spiel nicht ausstirbt. Es ist so flexibel, dass es immer aktuell ist. Es dient als Kriegsspiel und der Propaganda für Kriegstreiber und rassistische Mörder wie auch als „Mensch ärgere dich nicht“. Ein empfohlener Zeitvertreib. Trotzdem: Spiele haben keine Unschuld.

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