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Aus der Krypta Unbekannte stehlen Kopf einer Kreuzritter-Mumie in Dublin

Schon "Dracula"-Autor Bram Stoker suchte sie auf: Durch mumifizierte Leichen in der Krypta ist die Kirche weltberühmt. Nun wurde der Kopf einer 800 Jahre alten Kreuzritter-Mumie aus der St. Michans's Church in Dublin entführt.

Der Friedhof der St. Michan's Church in Dublin © Wikipedia/Jennifer Boyer
 

Die Kirche soll schon über 1000 Jahre alt sein. bekannt ist sie aber vor allem für einen besonderen "Kulturschatz" in der Krypta: In der ältesten Pfarrkirche der irischen Dublinlagern zahlreiche mumifizierte Leichen: Dire ältesten sollen hunderte Jahre alt sein. Nun haben Unbekannte in der berühmten Krypta den Kopf einer 800 Jahre alten Mumie abgetrennt und gestohlen.

Der Schädel des sogenannten Kreuzritters sei im Laufe des Wochenendes aus der Krypta der St. Michan's Church gestohlen worden, teilte Erzdiakon David Pierpoint mit. Ein Guide habe das Verbrechen bemerkt, als er das Gotteshaus am Montagnachmittag für Besucher öffnete. Die irische Nationalpolizei bestätigte den Einbruch in der Kirche.

Der Erzbischof von Dublin, Michael Jackson, zeigte sich erschüttert über den Vorfall. "Ich bin schockiert, dass jemand so eine alte Begräbnisstätte ins Visier nimmt und die sterblichen Überreste derjenigen, die dort liegen, schändet." Nach Angaben des Erzdiakons wurde die Kirchengruft im Jahr 1996 schon einmal zum Schauplatz von Vandalismus. Man werde die Krypta nun schließen müssen, so dass sie auch nicht länger für Besucher zugänglich sei, sagte er.

Der Raum ist ein Besuchermagnet, weil die Toten dort auf natürliche Weise mumifizierten - ganz ohne äußeres Zutun. Die Körper blieben völlig unversehrt, die Haut schrumpfte zu lederartiger Konsistenz zusammen. Angeblich liegt es an den Magnesium-Kalk-Wänden in dem Gewölbe, die die Leichen konserviert. Herausgefunden wurde das erste vor wenigen Jahrzehnten - eine Publikumsattraktion ist die Kirche aber schon viel länger: Schon "Dracula"-Autor Bram Stoker soll die Kirche besucht und sich dort möglicherweise Inspirationen geholt haben.

Und auch ein anderer Künstler war von dem Gebäude offensichtlich angetan: Angeblich hat Georg Friedrich Händel an der Orgel des Gotteshauses seinen "Messias" komponiert.

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