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23. AprilHeute ist "Welttag des Buches"

Seit 1995 feiert die UNESCO am 23. April, dem Todestag von William Shakespeare und Cervantes, den Welttag des Buches. Wir feiern mit. Anbei Information zu Aktionen, Neuerscheinungen und Kongressen sowie aktuelle Buchtipps aus unserer Redaktion.

Welttag des Buches am 23. April © KK
 

Der Welttag des Buches und des Urheberrechts (kurz Weltbuchtag, englisch World Book and Copyright Day) am 23. April ist seit 1995 ein von der UNESCO weltweit eingerichteter Feiertag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren.

An diesem Tag, auch Todestag von William Shakespeare und Cervantes, wird zudem der Namenstag des heiligen Georg gefeiert, zu dessen Ehren in Katalonien Bücher und Rosen verschenkt werden. Der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels veröffentlicht zu diesem Anlass traditionellerweise eine eigene Anthologie.

Mit "Anfänge" zeichnet in diesem Jahr der "News"-Redakteur Heinz Sichrovsky für die Publikation verantwortlich, in der sich jeweils die ersten zehn Seiten kürzlich erschienener Romane junger österreichischer Autoren finden. Die Auswahl umfasst Texte von u.a. Theodora Bauer, Mario Hladicz, Jakob Pretterhofer oder Cordula Simon sowie der Gewinnerin des Debüt-Preises des Österreichischen Buchpreises, der 1978 in Teheran geborenen und in Graz lebenden Nava Ebrahimi. Buchhandlungen in ganz Österreich können Buchpakete der Anthologie kaufen, um diese dann an ihre Kunden zu verschenken.

Mit dem Thema "Bibliotheken und Demokratie" beschäftigen sich wenige Wochen später die Teilnehmer des Kongresses "Vermittelnde (W)Orte" in Graz. Der vom Büchereiverband Österreich (BVÖ) organisierte internationale Bibliothekskongress steht dabei am 16. und 17. Mai im Zeichen des Republiksjubiläums. Zur Eröffnung fragt sich die Historikerin Heidemarie Uhl, inwieweit das Gedenkjahr einen neuen Blick auf die Geschichte der Republik ermöglicht, die deutsche Autorin Iris Wolff spricht über "Poesie als Optik, die die Welt formt".

"Bibliotheken zählen zu den demokratischsten Institutionen: Sie sind die meistgenutzten öffentlichen Kultur- und Bildungseinrichtungen, sie bieten uneingeschränkten Zugang zu Bildung und Information und haben somit große politische Relevanz", so BVÖ-Geschäftsführer Markus Feigl. In Österreich leben laut BVÖ-Statistik 81 Prozent der Menschen in Gemeinden mit zumindest einer Bücherei. Insgesamt gibt es in Österreich 1.316 öffentliche Bibliotheken, in denen zuletzt rund 10,7 Mio. Medien zur Verfügung standen. Bei den mehr als 43.000 Veranstaltungen wurden rund 1,1 Mio. Besucher verzeichnet.

Im Rahmen des Kongresses in Graz blickt man auch über die Grenzen: Zu Gast sind unter anderem der kolumbianische Müllmann Jose Alberto Gutierrez, der aus über 25.000 aus dem Abfall geretteten Büchern in seinem Haus in Bogota eine Bibliothek errichtet hat oder Johannes Neuer von der New York Public Library, der darüber berichtet, wie die Institution "als demokratische Einrichtung ihren Nutzern durch diverse Initiativen kostenlosen Zugang und Teilhabe an der digitalen Welt und Gesellschaft bietet", wie es in der Ankündigung heißt. Erstmals vergeben wird im Rahmen des Kongresses der mit 3.000 Euro dotierte Bibliothekspreis, um "die engagierte und nachhaltige Arbeit der zumeist ehrenamtlich tätigen Bibliothekare Österreichs" zu würdige.

Welttag des Buches am 23. April. Information unter www.buecher.at/welttag-des-buches
Information zum Bibliothekskongress am 16. und 17. Mai in Graz unter https://kongress18.bvoe.at

 

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