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Dritter LesetagBachmannpreis: Favoriten sind Laura Freudenthaler und Helga Schubert

Die Streitlust scheint im digitalen Spezial-Wettbewerb gestiegen, die Qualität der Texte lag im Mittelfeld. Als Favoriten haben sich Laura Freudenthaler und Helga Schubert herauskristallisiert.

44. Tage der deutschsprachigen Literatur
Laura Freudenthaler © ORF
 

Die Schlacht ist geschlagen, der (Lese-)Reigen getanzt: Gestern beschloss ein Frauen-Quartett die drei literarischen Ausnahmetage in Ausnahmezeiten. „Hunde des Wiener Aktionismus, wollt ihr ewig leben!“, paraphrasierte Insa Wilke in Anspielung auf den Stalingrad-Roman von Fritz Wöss, nach der Lesung der Wienerin Lydia Haider. Ihre furios vorgetragene Wutrede in einem einzigen Satz stieß nicht nur auf wenig Gegenliebe („zu künstlich“, „überinstrumentalisiert“), sondern provozierte als erste Lesung des Tages gleich ein veritables Schreiduell zwischen dem genervten Jury-Vorsitzenden Hubert Winkels und dem konfliktfreudigen Neo-Juror Philipp Tingler. Der fragte nämlich zum Einstand die Autorin, was sie mit ihrem Text wolle. Perplex wies Lydia Haider die Frage zurück – das herauszufinden sei Sache der Jury. Eine Meinung, die sie mit Winkels teilte, der Tingler aufgebracht zurechtwies. Aktionistisch und mit der lautstarken Unterstützung ihres Fanclubs ergriff die Autorin zum Abschluss der Diskussion das Wort und verlas ein kaum verständliches Manifest. „Der Text geht im eigenen Jubel unter“, kommentierte danach Klaus Kastberger trocken.

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