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Mit 25.000 Euro dotiertDer Bachmann-Preis geht an Birgit Birnbacher

Der Bachmann-Preis geht an die Österreicherin Birgit Birnbacher. Ihr Landsmann Leander Fischer erhält den Deuschlandfunk-Preis und die Kärntnerin Julia Jost den Kelag-Preis. Ausgezeichnet wurden auch die beiden Deutschen Yannic Han Biao Federer (3sat-Preis) und Ronya Othmann (BKS-Publikumspreis).

Bachmann Preis 2019 geht an Birgit Birnbacher
Birgit Birnbacher bei einem ihrer ersten Interviews als Bachmann-Preisträgerin © 
 

Der mit 25.000 Euro dotierte Bachmann-Preis geht an die Österreicherin Birgit Birnbacher. Stefan Gmünder, der sie eingeladen hatte, meinte in seiner Laudatio: "Die Autorin blendet nicht in die Welt der Schönen und Reichen, sondern um eine im Prekariat lebende Sozialforscherin oder einem zusammenbrechenden Paketboten." Birgit Birnbachers Sprache rühre auf, fließe über und knistere. Der Text endet mit dem Bedürfnis der Erzählerin zu Singen - das sei es, was Literatur ausmache. Ein Porträt der frischgebackenen Preisträgerin lesen Sie hier.

Birgit Birnbacher gewinnt Bachmann-Preis: "Kann es nicht glauben"

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Der mit 12.500 Euro dotierte Deutschlandfunk-Preis geht an den Österreicher Leander Fischer. Hubert Winkels zeigt sich in seiner Laudatio begeistert von dem Text, der vom Knüpfen von Ködern für das Fliegenfischen erzählt. Ein Porträt von Leander Fischer lesen Sie hier.

BACHMANN-PREIS: INTERVIEW MIT LEANDER FISCHER
Leander Fischer Foto © APA/ROBERT JAEGER

Der Kelag-Preis (10.000 Euro) geht an die Kärntnerin Julia Jost. Klaus Kastberger meint, was "früher vielleicht Bärental genannt wurde, wird nun nach dem Schrei einer Mutter getauft, die um ihren Sohn trauert: Schakaltal". Und: "Was mich selbst in besonderer Weise eingenommen hat, ist, dass es auch Humor und erzählerische Distanz gibt für Themen wie Kärnten, Österreich und darüber hinaus. Dieser Text sagt: Wir dürfen auch einmal Spaß haben, wenn wir an diesen schweren Themen arbeiten."

43. Tage der deutschsprachigen Literatur Ingeborg Bachmannpreis 2018
Julia Jost Foto © Puch Johannes

Der letzte Preis, der von der Jury vergeben wird, ist der 3sat-Preis. Der geht an Yannic Han Biao Federer. Er der deutsche Germanist und Romanist ist damit der erste nicht-österreichische Preisträger. Hildegard Keller zitiert in ihrer Laudatio Maria Lassnig: "Jeder ist jede Sekunde ein Neuer". "Was das bedeuten kann, spielt Federer in jeder Sekunde neu durch. Alle Figuren werden mit jeder Sekunde andere."

Der Publikumspreis geht an die deutsche Autorin Ronya Othmann, die schon von den Juroren in der Abstimmung um die Preise immer wieder genannt wurde. Sie erzählte in ihrem Text von den Gewalttaten des IS den Jesiden gegenüber.

Auf die Shortlist schafften es außerdem Daniel Heitzler und Sarah Wipauer.

Abschlussworte von Winkels

Hubert Winkels meinte in seinen Abschlussworten, dass es ein guter Jahrgang gewesen wäre. Aufgezogen habe diesen Vorhang Clemens Setz mit seiner "Klagenfurter Rede". Später gab es Texte über die Symbiose von Menschen und Pflanzen, um die Trauer einen Toten, Gewalt im Nahen Osten, Faschismus in Kärnten - das seien "sehr unterschiedliche Themen". Und er bezog sich darauf, dass auch die Kritiker kritisiert werden (in Klagenfurt im "magdas" nach den Lesungen in einer "Kritik der Kritik"): "Und das mag ich."

Die Preise

Ingeborg-Bachmann-Preis: Gestiftet von der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee in der Höhe von 25.000 Euro.
Deutschlandfunk-Preis: Gestiftet von Deutschlandradio in der Höhe von 12.500 Euro.
Kelag-Preis: Gestiftet von der Kärntner-Elektrizitäts-Aktiengesellschaft in der Höhe von 10.000 Euro.
3sat-Preis: Gestiftet von 3sat, dem Gemeinschaftsprogramm der öffentlichrechtlichen Fernsehanstalten ZDF, ORF, SRG und ARD in der Höhe von 7.500 Euro.
BKS-Bank-Publikumspreis: Gestiftet von der BKS-Bank in der Höhe von 7.000 Euro. Am Samstag von 15.00 bis 20.00 war das Publikumsvoting freigeschaltet, der BKS-Publikumspreis ist gekoppelt an ein Stadtschreiberstipendium.

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