Die Nazis waren bloß halbstarke Randalierer, zunehmende Repressionen gegen Juden "Lausbubenstreiche", Katholizismus und Wunderglauben tief in der österreichischen Provinz verwurzelt: Bitterböse und satirisch wurde in der heimischen Literatur von Thomas Bernhard bis Werner Schwab schon oft über das unterschwellige Wuchern des Nationalsozialismus in der Zwischenkriegszeit erzählt. Dass eine starke Frauenstimme dazu bisher nicht gehört worden ist, scheint völlig unverständlich.
Schriftstellerin Maria Lazar
Wiederentdeckung mit rund 100 Jahren Verspätung
Gründlich vergessen ist die Schriftstellerin Maria Lazar. Doch ihre Werke gewinnen wieder immer mehr an Bedeutung: So feiert etwa ihr Buch "Die Eingeborenen von Maria Blut" als Theaterstück am Akademietheater Wien Premiere (20. Jänner, 19.30 Uhr).
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