Die seelische Trümmerlandschaft ist am Ende freigelegt: Zerstört und stumm sitzen die Akteure zwischen Steinbrocken vor der überdimensionalen Tunnelbohrmaschine in Martin Zehetgrubers wuchtigem Bühnenbild. Der Gazevorhang, vor und hinter dem sich das von Barbara Frey auf zweieinhalb Stunden verdichtete Geschehen abgespielt hat, ist verschwunden. Klar ist zu sehen, was der sezierende Blick des Arztes und Seelenforschers Arthur Schnitzler in seiner Tragikomödie "Das weite Land" diagnostiziert hat: die Gefühlskälte und Einsamkeit von Menschen, die allen anderen mit Argwohn und Empathielosigkeit begegnen.